60.000 Euro aus dem Integrationskonzept für stadtteilbezogene Familienarbeit

07.03.2020

60.000 Euro aus dem Integrationskonzept des Senats stehen in diesem Jahr für Angebote der Familienbildung im Rahmen der Stadtteilbezogenen Familienarbeit zur Verfügung. Die Mittel werden in zwei Vergabeverfahren ausgeschüttet, zunächst 30.000 Euro im April, und weitere 30.000 Euro im August.

„Integration kann nur vor Ort gelingen“, sagte die Senatorin. „Bremerinnen und Bremer, ganz gleich, wo in der Welt sie ihre Wurzeln haben, müssen Gelegenheit haben, sich zu begegnen. Unmittelbar in ihrem Umfeld, im Alltag.“ Weiter sagte sie: „Indem man sich gegenseitig erlebt, indem man zusammen kocht, singt und lacht oder sich um den Spielplatz im Stadtteil kümmert, entzieht man Fremdenfeindlichkeit den Boden.

So können wir Vorurteilen entgegentreten und Verunsicherung und Vorbehalte abbauen.“ Was passieren könne, wenn das nicht gelinge, hätten zuletzt die rechtsextremistischen und von Menschenhass getriebenen Morde in Hanau, Halle und Kassel vor Augen geführt.

Um die Mittel aus dem Integrationskonzept können sich familienbezogen arbeitende Einrichtungen und kleine Initiativen in den Stadtteilen bewerben wie auch Träger mit stadtweiten Angeboten, die mit geflüchteten und asylsuchenden Familien arbeiten. Die Projekte sollen vorrangig dazu beitragen, geflüchteten Familien in der Stadtgemeinde Bremen die Integration und Teilhabe zu erleichtern, Begegnung mit der Stadtgesellschaft zu fördern und Familien in der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen.

Unterstützt werden möglichst viele niedrigschwellige und nachhaltige Projekte. Eine Einbindung in Stadtteilvernetzungen wird begrüßt.

Fristende für die Einreichung von Förderanträgen: 17.07.2020

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