Beratungsstellen für Geflüchtete in den Quartieren werden für dieses Jahr ausgebaut

12.02.2021

Deputation für Soziales, Jugend und Integration gibt 235.000 Euro zusätzlich frei

Wegen des zusätzlichen Beratungsbedarfs angesichts der Covid-19-Pandemie werden in den Quartieren die Beratungsstellen für Geflüchtete aus Übergangswohnheimen ausgebaut.

Zu diesem Zweck hat die Deputation für Jugend, Soziales und Integration auf Initiative von Sozialsenatorin Anja Stahmann 235.000 Euro freigegeben.

Ausgebaut werden damit die inhaltlich gleichgelagerten Angebote „Ankommen im Quartier“ (AiQ) und „Unterstützung im Quartier“ (UiQ). Vorausgesetzt, auch der Haushalts- und Finanzausschuss stimmt dem Vorhaben zu, soll damit ab März bis zum Jahresende eine Aufstockung von insgesamt elf halben auf volle Stellen finanziert werden.

„Wir haben zunächst die AiQ-Stellen in acht Quartieren eingerichtet, in denen Geflüchtete verstärkt Wohnraum gefunden haben“, sagte Senatorin Anja Stahmann. Das sei im November 2016 gewesen. In der Folge seien zusammen mit der Inneren Mission in Grohn, der Überseestadt und in Woltmershausen drei Beratungsstellen als „Unterstützung im Quartier“ (UiQ) eingerichtet worden.

Grund sei der erhöhte Beratungsbedarf in allen Alltagsfragen nach dem Auszug aus einem Übergangswohnheim in eine eigene Wohnung gewesen. „Diese Beratungsstellen haben einen sehr guten Zugang zu den Familien und genießen dort ein hohes Vertrauen“, sagte Senatorin Stahmann. Daher seien sie „auch in Fragen der Corona-Pandemie wichtige und hoch glaubwürdige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Vermittlung von Informationen zum aktuelle Ausbruchsgeschehen und zur Prävention.“

Zudem sei der Beratungsbedarf angewachsen, weil sich Beratungsangebote und Erreichbarkeit der Ämter durch die Pandemie verändert hätten. Aber auch unabhängig von der pandemischen Lage ist in den vergangenen Jahren der Beratungsbedarf kontinuierlich angewachsen. „Darum ist es wichtig, dieses Beratungsangebot auszuweiten.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von AiQ und UiQ sind erste Ansprechpartner in allen Lebenslagen – von der Orientierung für die Anmeldung in Schule und Kindergarten, die Korrespondenz mit Behörden oder die berufliche Qualifikation. Sie kooperieren mit Institutionen vor Ort, wie Quartierszentren, Beratungsstellen, Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern sowie Ehrenamtlichen und sind in zuständig für

  • Erstberatung von Zuwandererinnen und Zuwanderern im Stadtteil
  • Unterstützung bei der Orientierung im Quartier
  • Weitervermittlung an bestehende Hilfsangebote

Die Beraterinnen und Berater sind beschäftigt beim Amt für Soziale Dienste (AiQ) oder bei der Innenren Mission (UiQ).

Quelle: Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, 11.02.2021