Bilanzbericht zum sexuellen Kindesmissbrauch veröffentlicht

Der Bilanzbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs wurde heute veröffentlicht. Die Kommission zieht mithilfe des vorliegenden Berichts eine Bilanz ihrer letzten drei Arbeitsjahre und hat damit den Versuch unternommen, die Dimension von sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland aufzuzeigen.

Über 1.700 Personen haben sich seit 2016 bei der Kommission gemeldet und sich in einer vertraulichen Anhörung oder in einem schriftlichen Bericht mitgeteilt. Die Kommission kann ihre Arbeit erfreulicherweise über das Jahr 2019 hinaus fortsetzen. Über Newsletter anmelden und sich so regelmäßig über die Arbeit und die Aktivitäten der Kommission informieren lassen.

Unter diesem Link können Sie den gesamten Bericht einsehen und als PDF herunterladen. 


Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in der Bundesrepublik Deutschland und in der ehemaligen DDR. Darunter fällt zum Beispiel Missbrauch in Familien, im sozialen Umfeld, in Institutionen, durch Fremdtäter oder im Rahmen von organisierter sexueller Ausbeutung. Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung gehört ebenfalls dazu. Die Kommission will Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufzeigen und damit eine breite politische und gesellschaftliche Debatte zu einem Thema anstoßen, das noch immer tabuisiert wird.

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