Bremer Weihnachtshilfe 2020 läuft bereits

12.10.2020

Spenden für Familien in Not – Die Weihnachtshilfe des WESER-KURIER erfüllt seit mehr als 20 Jahren Wünsche von Kindern

Kinder, die in Armut leben, müssen im Alltag auf vieles verzichten. Auch die Geschenke an Weihnachten fallen knapp aus. Damit diese Kinder dennoch ein schönes Weihnachtsfest erleben, springt die Weihnachtshilfe des WESER-KURIER ein.

Seit mittlerweile über 20 Jahren sammelt der Verlag jedes Jahr Spenden, von denen in Not geratene Familien ihren Kindern Geschenke kaufen. „Wir und das Sozialressort wollen Wünsche erfüllen, die sonst unerfüllt bleiben“, sagt die Vorsitzende des Vereins Aktion Weihnachtshilfe und Chefredakteurin Silke Hellwig.

Wer ist dabei?
Träger der „Spendenaktion Weihnachtshilfe“ ist ein mildtätiger Verein, der aus führenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mediengruppe des WESER-KURIER, der Sparkasse und der Senatorin für Soziales besteht. Außerdem beteiligen sich viele Unternehmen und Privatpersonen. Jede noch so kleine Spende ist willkommen.

Warum machen wir das?
Es gibt Familien – und das sind gefühlt mehr als noch vor Jahren –, die es nicht schaffen, ihren Kindern zu Weihnachten Wünsche zu erfüllen. Dafür fehlt das Geld, warum auch immer. Es geht um praktische Dinge, wie einen Schreibtisch, ein Fahrrad oder Winterstiefel. Der WESER-KURIER, die Sozialsenatorin und ihr Ressort sowie die Sparkasse Bremen helfen schnell und unbürokratisch.

Wer profitiert?
Die Spenden sollen Bremer Kindern im Alter bis zu 12 Jahren zugute kommen, die in bedürftigen Familien aufwachsen. Diese Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden. Aus diesem Grund ist das Sozialressort mit im Boot. Die Mitarbeiter*innen nehmen die Anträge entgegen und prüfen sie.

Jedes Jahr stellen mehr Berechtigte Anträge, als Geld da ist. Im Jahr 2016 haben 2475 Kinder aus 1111 Familien eine Spende erhalten sowie 792 Kinder aus 24 Übergangswohnheimen. Dort ist besonders der Bedarf an Kleidung und Spielzeug groß.

Die meisten Anträge wurden von Kindertagesstätten befürwortet. Fast 70 Prozent der Antragsteller kommt aus den Stadtteilen Osterholz, Huchting, Blumenthal und Vahr.

Die meisten Antragsteller leben von ALG II. Im Durchschnitt hat eine Familie circa 253 Euro als Spende erhalten.

Wann werden die Spenden verteilt?
Die ersten Wünsche werden erfüllt, sobald genug Geld auf dem Konto ist. Die letzten Zusagen werden erfahrungsgemäß Ende Januar oder Anfang Februar des Folgejahres verschickt.

Wenn es mehr Bewerber als Geld gibt: Nach welchen Kriterien wird entschieden, wessen Wunsch erfüllt wird?

Es wird geschaut, ob die Antragsteller schon einmal bei der Weihnachtshilfe Geld erhalten haben, wie dringend es ist und wer am meisten Hilfe benötigt. Aber auch Besonderheiten zählen. „Vor einem Jahr brauchten Eltern Geld für die Beerdigung ihres verstorbenen Kindes. Solche Anträge ziehen wir vor“, sagt Ulrike Fritsche vom Sozialressort.

Ist die Aktion nur auf Weihnachten beschränkt?
Gespendet werden kann das ganze Jahr über. Die Ausschüttung erfolgt schwerpunktmäßig um Weihnachten herum. Wer nicht nachweisen kann, dass er das Geld für die beantragte Sache ausgegeben hat, wird von der Aktion ausgeschlossen.

2016 haben die Bremer 320 000 Euro gespendet, das war bislang Rekord. In den Jahren davor waren es jeweils um die 250 000 Euro.


Für Spender*innen:

Wer bedürftigen Bremern helfen möchte, kann das ganze Jahr über an das Weihnachtshilfekonto bei der Sparkasse spenden: IBAN DE 22 2905 0101 0001 1650 00

Für Fachkräfte, die mit Familien arbeiten:

Ihr Engagement ist gefragt!
Die Spendenaktion startet in diesem Herbst in die 23. Saison. Der Einsendeschluss ist der 15.11.2020. Erreicht werden sollen Familien mit Kindern bis 12 Jahre.

Die Anträge gibt es ausschließlich in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Mütter- und Familienzentren, Häuser der Familie und WiN-Koordinator*innen! Die dortigen Fachkräfte können die Anträge an bedürftige Familien weitergeben und diese Familien für eine Spende empfehlen.