Eindrücke vom Schülerpraktikum beim familiennetz

Seit 2017 haben Bremer Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihr zweiwöchiges Schülerpraktikum beim familiennetz bremen zu absolvieren. Julie und Talien waren im Januar unsere ersten Praktikantinnen. Die beiden Mädchen haben im Anschluss an ihr Praktikum eine Zusammenfassung ihrer Tätigkeiten und Erlebnisse verfasst. An dieser Stelle könnt ihr lesen, was sie erlebt haben: 

Ein Praktikum beim familiennetz bremen

„Wir sind zwei Schülerinnen aus der Gesamtschule Bremen-West Julie-Kim Duschl und Talien Leia Hettwer. Unser Praktikum beim familiennetz bremen dauerte zwei Wochen. In diesen zwei Wochen haben wir alle Frühberatungsstellen und Frühförderstellen interviewt.

Wir haben damit angefangen, sie anzurufen, um ein Termin abzumachen, die meisten haben wir dann persönlich besucht, um ein paar Fragen zu stellen, die wir uns zuvor überlegt hatten. Im Groben wollten wir wissen, was Frühförderstellen und Frühberatungsstellen eigentlich sind und welche Aufgaben sie haben.

Frühförderstellen

Der Unterschied zwischen den Frühförderstellen und Frühberatungsstellen ist der, dass Frühförderstellen sich auf Kinder von null bis zum Schuleintritt beziehen und es geht um Kinder mit einer Entwicklungsverzögerung einer Beeinträchtigung oder Behinderung. Dafür gibt es dann verschiedene kostenlose Programme zur Förderungen, die auch meist in den Kindergärten stattfinden.

Insgesamt gibt es sechs Frühförderstellen, davon haben wir zwei persönlich besucht und eine Person am Telefon interviewt. Dafür kann man verschiedene Ausbildungen haben, zum Beispiel Sozialpädagog*in, Heilpädagog*in, Psycholog*in, Therapeut*in, Logopäd*in, dann gibt es noch die zusätzliche Ausbildung als Motopäd*in und es gibt auch gezielt für diesen Beruf die Ausbildung als Frühpädagog*in (allerdings noch nicht in Bremen).

Frühberatungsstellen

Bei der Frühberatungsstelle kann man sich in der Schwangerschaft und wenn das Kind zwischen 0 und 3 Jahre alt ist, bei Fragen und Problemen helfen und beraten lassen. Es kommt darauf an, in welcher Einrichtung man arbeitet. Notwendig ist ein Hochschulabschluss, bei manchen braucht man einen psychologischen, sozialpädagogischen oder auch heilpädagogischen Abschluss.

Es gibt fünf Frühberatungsstellen in Bremen, persönlich hingegangen sind wir zu vier und am Telefon interviewt haben wir eine.

Viele bieten die Baby-Massage an. Die wird oft gerne als Erstes wahrgenommen. Dann gibt es noch Angebote wie zum Beispiel „Kleine Kinder-Küche“,wo die Kinder zusammen kochen oder das Still-Café: dort darf man sein Baby stillen und man redet über, zum Beispiel, die Kinder oder auch Gruppengymnastik, davon gibt es verschiedene, wo man Übungen für den Körper macht. Diese Angebote sind kostenlos. Im Allgemeinen kommen Mütter meistens allein, Väter ganz selten. Oft werden die Mütter jedoch gebeten, dass die Väter mitkommen sollen, weil sie zur Familie gehören.

Fazit

Uns persönlich hat die Einrichtung bei fast allen sehr gut gefallen, in der Regel wurden wir auch sehr freundlich empfangen und das Interview lief sehr entspannt und locker ab. Schließlich würden wir sie auf jeden Fall weiterempfehlen oder vielleicht irgendwann selber nutzen, weil wir das Gefühl haben, dass es uns weiterhelfen würde.

Anfangs kannten wir diese Einrichtungen nicht und wussten nicht, dass es so etwas gibt, was genau das ist und worum es geht. Deshalb sind wir sehr unvoreingenommen dorthin gefahren und sind positiv überrascht, wie entspannt und ruhig die Atmosphäre dort war. Wir wurden meist gut empfangen und hatten das Gefühl, dass sie sich auf unser Interview, das Projekt mit diesem Bericht und auch auf uns gefreut haben.“

Fotos und Bericht: Julie und Talien

Hier einige Eindrücke:

Eindrücke Bremer Frühberatung- und Frühförderstellen