Mediensucht

www.mediensucht-bremen.de richtet sich an Eltern und Angehörige von Kindern und Jugendlichen mit einer möglicherweise problematischen Medienutzung. Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Mediensucht. Welche Rolle spielen Medien in der Familie und für Jugendliche? Wo gibt es Hilfe in Bremen.


Im Alltag wird unter „Sucht“ eine Abhängigkeit von einem Stoff (z.B. Alkohol) verstanden. Ebenso existieren stoff-ungebundene Verhaltenssüchte (z.B. Kaufsucht, Glücksspielsucht). „Mediensucht“, als stoff-ungebundene Verhaltenssucht, ist in Deutschland bislang nicht offiziell als Erkrankung anerkannt. Ob eine Person als „süchtig“ eingeschätzt wird, hängt immer auch damit zusammen, was aktuell gesellschaftlich-kulturell als „normal“ angesehen wird. Im Zuge der rasant zunehmenden Mediennutzung in den letzten 10 Jahren existiert derzeit kein gesellschaftliches Einvernehmen darüber, was „normale Mediennutzung“ ist.

Im Jahr 2017 beträgt die tägliche Internetnutzungsdauer* in Deutschland durchschnittlich etwa 2,5 Stunden. Mit 4,5 Stunden pro Tag weist die Altersgruppe der 14- bis 19-jährigen die höchste Nutzungsdauer auf.** 2007 waren es noch rund 2,5 Stunden täglich. Davon verbringt die Gruppe der 10- bis 18-jährigen fast 2 Stunden täglich*** mit dem Spielen an Smartphone, Computer oder Konsole. Diese neue „Normalität“ zeigt, dass die Frage „süchtig – oder nicht süchtig“ nicht allein durch die Nutzungsdauer beantwortet werden kann.

„Mediensucht“ beschreibt ein Mediennutzungsverhalten, das einen Krankheitswert aufweist. Dies kann der Fall sein, wenn Symptome einer psychischen Abhängigkeit vorliegen, ein konkreter Leidensdruck festzustellen ist und/oder das Verhalten trotz negativer Konsequenzen fortgesetzt wird.

*dazu zählen: YouTube, WhatsApp, Google, Instagram, Games, Shopping, Mediatheken usw.
** ARD/ZDF-Onlinestudie 2017
***Bitcom-Studie 2017


Beratung in Bremen

Exzessive Mediennutzung kann auch gesundheitliche Folgen wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Gewichtszunahme nach sich ziehen oder mit psychischem Druck verbunden sein. Wenn die Mediennutzung Ihres Kindes bereits negative Auswirkungen zeigt, besteht Anlass zur Sorge. Sie wissen nicht weiter und Ihre bisherigen Bemühungen verliefen erfolglos?

Holen Sie sich Hilfe und lassen sich beraten:

ReBuZ – Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren

Regina Kühn (ReBuZ Nord), (0421) 361-15436, Regina.Kuehn-Camara@rebuz.bremen.de
Ein schulbezogenes Angebot, das Sie beim Beleuchten und Einschätzen der Problemlage unterstützt. Die Beratungszentren bieten Einzel- oder Familiengespräche im sicheren Rahmen.


ServiceBureau Jugendinformation

Markus Gerstmann, (0421) 330089-15, gerstmann@jugendinfo.de
Beratung zu medialen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen.


(ESC)ape – Ambulanz für junge Menschen mit Suchtproblemen

(0421) 361-6292, Kipsy@gesundheitsamt.bremen.de
Angebot der kinder- und jugendpsychiatrischen Beratungsstelle (KIPSY) des Gesundheitsamtes Bremen. Beratung und Unterstützung zu Suchtproblematiken. Einzel- oder Familiengespräche in einem sicheren Rahmen.


Landesinstitut für Schule – Gesundheit und Suchtprävention

Liane Adam, (0421) 361-16051, ladam@lis.bremen.de
Präventions-Angebote für Schulklassen.


Ambulante Suchthilfe Bremen
(0421)98979-16, michele.sanner@ash-bremen.de
Mediensucht Sprechstunde: Donnerstags 14:30 Uhr,
Gruppe Mediensucht – Konsumreduktion: Dienstags ab 14:30 Uhr,
Online-Chat


In der offenen Onlineberatung haben Sie hier jeden Dienstag von 15:00-17:00 Uhr die Möglichkeit sich anonym im Chat beraten zu lassen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

« zu den Suchergebnissen