FAS-Zentrum Bremen

Wir sind ein Team von Experten, die mit der Diagnose des FAS/FASD vertraut sind. Um die langfristige Entwicklung positiv zu unterstützen, ist es erforderlich, Kinder mit angeborenen Alkoholschäden frühzeitig zu diagnostizieren. Darauf aufbauend erfolgt eine Betreuung und im konkreten Fall die Einleitung individueller Schritte.

Zur Diagnosesicherung gehört die Abgrenzung anderer Erkrankungen mit einem ähnlichen Verlauf, wie zum Beispiel genetische Syndrome oder neuropädiatrische und psychiatrische Erkrankungsbilder. Wir bieten eine altersübergreifende Vernetzung an. Die Diagnosestellung unmittelbar nach der Geburt bis zum Grundschulalter bietet das SPI (sozial pädiatrisches Institut Bremen) an. Ab einem Alter von 6 Jahren und bei Jugendlichen kann ein Termin zur Diagnostik in der Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik Bremen Ost vereinbart werden. Flankierend ist eine humangenetische Mitbeurteilung in allen Altersstufen vorgesehen.

Darüber hinaus ist uns die Prävention ein wichtiges Anliegen. Wir bieten in diesem Zusammenhang Schwangeren eine vertrauliche Beratung und Hilfe an. Zur Information von betroffenen Eltern, Pflegeeltern und den verschiedenen Berufsgruppen, die mit betroffenen Kindern arbeiten, sorgen wir durch Informationsveranstaltungen für Aufklärung.


Was ist FAS?
Vor 40 Jahren ist erstmals die Schädigung eines Kindes durch den Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft beschrieben worden. In den letzten Jahren ist das FAS (fetales Alkoholsyndrom oder auch Fetales Alkohol-Syndrom) als Vollbild der Erkrankung immer mehr in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.
Es handelt sich hierbei um ein komplexes neurologisches und psychiatrisches Erkrankungsbild. Für das FAS und seine abgeschwächten Verlaufsformen FASD (fetale Alkoholspektrumsstörungen) wird eine Häufigkeit von 1:100 Geburten angegeben. Damit ist es häufiger als das bekannte Down Syndrom.

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