Kinder haben Rechte e.V.

Worum es geht
Vor wenigen Jahren trat das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) in Kraft. Hier werden seitdem neben dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) die Rechtsansprüche von jungen Menschen, ihren Eltern und den entsprechenden Einrichtungen (KTH, Hort, Schule, Mädchenkrisenhaus, betreutes Wohnen, Pflegestellen u.ä.) geregelt.
Die Gesetze verpflichten die Behörden u.a. dazu, die Hilfen zu gewähren, die geeignet und notwendig erscheinen, um die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sie zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen (§ 1 KJHG).

Leider ist die Praxis eine andere. Die Zeiten sind schwieriger geworden. Vielen hilfesuchenden Kindern, Jugendlichen, Eltern, Betreuern und Einrichtungen fällt es schwer, die ihnen zustehende Unterstützung auch wirklich zu bekommen. Einzelfallhilfe, Wohnmöglichkeiten, Hortplätze, Beratung in Krisen oder Hilfe in der Not sind oftmals nur mit Hilfe der Gerichte durchsetzbar.

Der Verein „Kinder haben Rechte Bremen e.V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, die im Gesetz verankerten Rechtsansprüche von Kindern und Jugendlichen in der Praxis umzusetzen.

Wer wir sind
Wir sind Menschen, denen die Rechte von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern wichtig sind.
Nur wenn alle Beteiligten, ob Kinder und Jugendliche selbst oder ihre Eltern, Betreuer oder die Verantwortlichen in den Einrichtungen nicht nur Rechte haben, sondern diese Rechte auch bekommen, können sich Kinder und Jugendliche langfristig verantwortlich an dieser Gesellschaft beteiligen.

Wir haben alle in unterschiedlicher Weise mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Als Anwälte/innen, Mitarbeiter/innen von Einrichtungen oder Eltern teilen wir das Anliegen, Kinder und Jugendliche bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche (u.a. nach dem KJHG und dem BSHG)zu unterstützen.

Den Vorstand des Vereins bilden:

  • Matthias Westerholt, Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender
  • Kirsten Hanschen, Landesverband evangelischer Kindertagesstätten in Bremen und 2. Vorsitzende
  • Christine Brüß, Leiterin KTH der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
  • Gabriele Husheer, Sonderpädagogin
  • Petra Wiertellorz
  • Stefanie Lüthje, Rechtsanwältin

Wer kann mitmachen?
Alle Menschen, die sich aktiv und engagiert für die Wahrung und Durchsetzung der Rechte von Kindern, Jugendlichen und Eltern einsetzen wollen, sind eingeladen, im Verein mitzuarbeiten. Willkommen sind insbesondere alle aktiven Kinder und Jugendliche.

Was wir wollen
Der Verein „Kinder haben Rechte Bremen e.V.“ ist gegründet worden, um:

  • Kinder, Jugendliche, Eltern, Betreuer und Einrichtungen bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen;
  • Eine Beratungsstelle und/oder Notruftelefon für Bremen und Umgebung einzurichten;
  • Verläßlichliche Betreuungszeiten in der Schule, im Kindergarten und im Hort durchzusetzen;
  • Informationen herauszugeben, die in allen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten und Horten ausliegen und gelesen werden.
  • Die Weiter- und Ausbildung der im Kinder-, Jugendhilfe- und Sozialhilfebereich arbeitenden Personen zu organisieren;
  • Durch Musterverfahren Gerichtsurteile zu erstreiten, die die Rechte von Kindern- und Jugendlichen durchsetzen und unterstützen;
  • Sich für die gerechte Verteilung vorhandener Mittel einzusetzen;
  • Kinder und Jugendliche durch die Bewerbung als Verfahrenspfleger (Anwalt des Kindes) beim Gericht zu unterstützen;
  • Durch „Lückenangebote“, Kinder und Jugendliche, die keinen Platz im Hort oder im KTH bekommen haben, zu unterstützen.

Einige konkrete Beispiele

  • An wen sollen sich Kinder, Jugendliche und Eltern wenden, wenn Sie Fragen über ihre Rechte haben? Was fehlt ist eine Beratungsstelle und ein Notruftelefon.
  • Wo erhalten behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche Informationen, werden unterstützt und können sich beraten lassen? Was fehlt ist ein Verein, der über konkrete Unterstützungsmöglichkeiten (Schule, Hort, KTH) informiert.
  • Wo sollen Kinder und Jugendliche, deren Eltern berufstätig sind, hingehen wenn der Unterricht ausfällt? Was fehlt sind verläßliche Betreuungszeiten in der Schule, im Kindergarten und im Hort.
  • Wo erfahren Kinder, Jugendliche und Eltern aus Bremen etwas über ihre Rechte? Was fehlt sind Informationen, die in allen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten und Horten ausliegen und gelesen werden..
  • Was sollen Kinder, Jugendliche und Eltern machen, wenn sie vom Jugendamt oder den anderen Behörden nicht richtig informiert oder angehört werden und sich im Stich gelassen fühlen? Was fehlt ist die Weiter- und Ausbildung, der im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe arbeitenden Personen. .
  • Was passiert, wenn Rechte von Kindern, Jugendlichen und Eltern einfach nicht beachtet werden? Was fehlt ist ein Verein, der durch Musterverfahren Gerichtsurteile erstreitet, die diese Rechte durchsetzen und unterstützen.
  • Was passiert, wenn die Stadt die finanzielle Unterstützung für die Betreuung von Kindern mit Förderbedarf einfach streicht oder kürzt? Was fehlt ist ein Verein, der sich für die gerechte Verteilung vorhandener Mittel einsetzt.
  • Was passiert, wenn Kinder zwischen ihren sich streitenden Eltern zerrissen werden und Behörden nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen? Was fehlt ist ein Verein, der in solchen Fällen konkrete Beratung und Unterstützung und die Bewerbung als Verfahrenspfleger (Anwalt des Kindes) beim Gericht anbietet.
« zu den Suchergebnissen