Multi Kulti Kochen – Sozialwerk der Freien Christengemeinde Bremen

Gemeinsam für Integration und Teilhabe

Kochen ist Kultur. Zusammen essen bedeutet Gemeinschaft. Diese einfachen Wahrheiten sind für unser Projekt der Schlüssel, um geflüchtete Familien in unseren Stadtteil zu integrieren.

Das Sozialwerk der Freien Christengemeinde bietet, gefördert durch die Deutsche Fernsehlotterie, einen offenen Mittagstisch für geflüchtete Familien mit Kindern an. Die Geflüchteten gehen hierfür mit unseren Mitarbeitern in kleinen Gruppen gemeinsam einkaufen. Neben dem praktischen Nutzen stärkt dies die Alltagskompetenz der asylsuchenden Menschen. Um den Mittagstisch herum gestalten die Mitarbeitenden weitere Angebote.

Neben diesen Aktivitäten und den Zeiten der Begegnung gibt es für diese Menschen die Gelegenheit, Fragen zu den Themen Arbeitsmarkt, Bildung und Wohnungssuche zu stellen. Hierzu sind verschiedene Gesprächs- und Vortragsangebote durch die pädagogischen Mitarbeiter zu den verschiedenen Themen vorgesehen.

Im JohannisZentrum in der Großen Johannisstraße entstand für dieses Projekt ein speziell ausgestatteter Speiseraum mit anschließender Küche. Hier bietet sich Raum und Gelegenheit zur Begegnung und zum zwanglosen Austausch und gegenseitigen Kennenlernen der Kulturen.

Diese Art der Begegnungsstätte basiert auf freiwilliger Basis. Niemand wird zum Besuch oder zur Teilnahme an den Angeboten gedrängt – die Angebote sollen an den Bedürfnissen und Fragen der asylsuchenden Familien ausgerichtet sein und ihnen eine Hilfe bieten. Der Besuch von nur Teilen des Angebots ist ebenso möglich wie die Teilnahme an allen passenden Angeboten im JohannisZentrum.

Ziele

  • Einrichtung eines Mittagstisches und eines Kuchenangebots
  • Einkaufen in Begleitung
  • Vortrags- und Kleingruppenangebote
  • Öffnung der Begegnungsstätte
  • Vermittlung und Bildung von ehrenamtlichen Patenschaften

Schwerpunkte

Interkulturelle Gruppenangebote

  • Durch die Überschneidung der offenen Angebote im JohannisZentrum mit den neuen Angeboten des Projekts zur Integration und Teilhabe wird die Begegnung der Menschen gezielt initiiert und gefördert.
  • die Zubereitung des Essens und der Mittagstisch selbst ist geöffnet für alle BewohnerInnen und BesucherInnen des JohannisZentrums.
  • Es besteht die Möglichkeit des Besuchs des „FamilienZeitRaums“. Ein präventiv-pädagogisches Angebot für Menschen mit Kindern im Alter von 0-3 Jahren.

Kennenlernen der deutschen Gesellschaft

Durch den Besuch der Angebote im JohannisZentrum erhalten die asylsuchenden Familien Kontakt zu „Menschen vor Ort“. Es findet eine Begegnung und ein Kennenlernen der Kulturen statt.  Vertieft wird dies durch fachliche Informationen in Gruppenveranstaltungen oder in Einzelberatung über die Themen Arbeitsmarkt, Bildung und Wohnungssuche in Deutschland sowie bei Bedarf auch zu eigenen Fragen der Besucher.

Gesundheit und gesunde Ernährung

Der Mittagstisch bringt regelmäßig gesunde, ausgewogene Mahlzeiten „auf den Tisch“.

Dies wird durch die Zubereitung/Anleitung durch eine Hauswirtschaftskraft gewährleistet werden, hierbei können interessierten und mitwirkenden Geflüchteten Kenntnisse über gesunde Ernährung weitergegeben werden.

Zu diesem und anderen Themen rund um Gesundheit und gesunder Ernährung gibt es regelmäßig Vorträge und Infoveranstaltungen.

Information

  • Vortrags-/Gruppenangebote zu den Themen Arbeitsmarkt, Bildung und Wohnungssuche
  • Schwerpunktthemen wie z. B. „Welchen Zugang zum Arbeitsmarkt erlaubt welcher Aufenthaltsstatus“ oder „der Weg in die eigenen vier Wände „oder „Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen“ und viele weitere mögliche Inhalte

Weitere Aktivitäten und Angebot der Mitarbeiter

Neben den Kernangeboten – dem Mittagstisch und den Informationsveranstaltungen – sollen periodisch weitere Aktivitäten angeboten werden, wie z.B.

  • niedrigschwellige Freizeitangebote (z. B. Näh- oder Strickkurse von Ehrenamtlichen für BesucherInnen)
  • Kinoabende (helfen bei der Vertiefung des Spracherwerbs)
  • Public Viewing der Fußball-WM/EM

Eine Teilnahme der Besucherinnen und Besucher an den schon bestehenden Angeboten im JohannisZentrum und an weiteren Aktivitäten im Stadtteil ist möglich und gewollt, so dass geknüpfte Kontakte und Beziehungen, über die Zeit und den Rahmen der Begegnungsstätte hinaus, ganz zwanglos aufrechterhalten und vertieft werden können und zur Integration und zur Teilhabe der Geflüchteten beitragen.

Die Mitarbeitenden stehen den Besucherinnen und Besuchern selbstverständlich auch in Fragen zu Behördenangelegenheiten etc. zur Verfügung und unterstützen auch mit individueller Beratung soweit wie möglich.

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