Zentraler Jugendbeauftragter – Polizei Bremen

Wir sind Ansprechpartner wenn Sie Rat und Hilfe benötigen oder Fragen zur Kinder- und Jugendkriminalität haben. Jugendlichen, aber auch Eltern, Lehrern und anderen Institutionen geben wir Tipps zur Kriminalitätsvorbeugung und zu aktuellen Projekten und Aktionen in Sachen Kinder- und Jugendkriminalität. Folgende Projekte werden durchgeführt:

„Nicht mit mir!?“ Konzept zur Gewaltprävention
Hier bereiten Kontaktpolizisten Kinder auf gewalttätige Situationen vor. Denn es ist trauriger Alltag – auch in Bremen – das Kinder bedroht, geschlagen und ausgeraubt werden. Dabei zeigen Polizei und Eltern Kindern eindringlich, wie sie sich im Straßenverkehr einer Großstadt verhalten müssen. Aber sie zeigen ihnen nicht, wie sie heil aus gewalttätigen Situationen herauskommen. Unter dem Slogan ?Cool sein-cool bleiben? wurde auf die Bedürfnisse der Altersgruppe ab dem 4. Grundschuljahr ein entsprechendes Konzept entwickelt. Damit wird Kindern und Jugendlichen die Chance eröffnet, Möglichkeiten eines gewaltfreien Widerstandes in Bedrohungssituationen zu finden. Das entwickelte Trainingskonzept gehrt von der Lebenswelt der Zielgruppe aus und nimmt die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen und deren Berichte über Angsträume in der Stadt ernst. Aus ihren Erlebnisschilderungen wurden Rollenspiele entwickelt bei denen die Kinder schnell entdecken können, wie sich Gewaltspiralen in Gang setzen, wie Konflikte eskalieren, und dass es gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten gibt und wie man es vermeidet, in Konfliktsituationen hineingezogen zu werden.

Selbstbehauptungs-und Selbstverteidigungskurse
Die Bremer Polizei bietet in Kooperation mit dem Landessportbund Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen an. In den Kursen werden den Teilnehmerinnen wirkungsvolle Selbstverteidigungstechniken vermittelt, um sich gegen Angriffe aller Art erfolgreich zur Wehr setzen. Im Selbstbehauptungstraining (eine erfolgreiche Abwehr beginnt im Kopf) wird sich gezielt mit unangenehmen, belästigenden und bedrohlichen Situationen auseinandergesetzt. Mädchen und Frauen lernen hier, rechtzeitig Grenzen zu setzen. In den Kursen wird das Auge für Gefahrensituationen geschärft und Strategien für eine mögliche Gegenwehr entwickelt, denn bei jeder Gewalttat gibt es einen gewissen Spielraum, den der Täter unbewusst zulässt. Diesen Spielraum gilt es zu nutzen.

Ab Mai 2004 wird das Pilotprojekt: „Kinder stark machen“ an Bremer Schulen gestartet. Die Zielgruppe hier ist das 1. bis 3. Schuljahr. Für dieses Pilotprojekt wurde eigens eine neue Konzeption entwickelt, um angepasst an den Entwicklungsstand der Kinder, Strategien für mehr Selbstbehauptung und Konfliktlösungsmöglichkeiten zu vermitteln.

„Normenverdeutlichende Gespräche“
Kontaktpolizisten der Bremer Polizei führen in Einzelgesprächen „Normenverdeutlichende Gespräche“.
Zielgruppe dieses Konzeptes sind strafunmündige Kinder (z.B. nach einem Ladendiebstahl). Es soll möglichst früh und damit erfolgsversprechend, über das übliche polizeiliche bzw. behördliche Maß hinaus bei delinquenten Kindern eingegriffen werden. Ziel dieses Konzeptes ist die stärkere Einbindung der Eltern. Bei dem Gespräch sollen die bisherigen Erziehungsbemühungen der Eltern, eventuelle Kontakte mit dem Amt für Soziale Dienste oder anderen Einrichtungen erfragt werden und bei Bedarf gezielt auf Hilfsangebote verschiedener Ämter und außerbehördlicher Stellen hingewiesen werden.

« zu den Suchergebnissen