Online-Umfrage zu sexualisierter Gewalt

In Kooperation mit notruf Bremen – Psychologische Beratung bei sexueller Gewalt, wird im Rahmen einer Studie untersucht, wie die Sicht der Allgemeinbevölkerung zum Thema sexuelle Gewalt sowie die Einstellung gegenüber einer Inanspruchnahme eines psychologischen Beratungsangebotes ist.

Bei dieser Studie handelt es sich um eine schriftliche Online-Befragung. Interessierte werden gebeten per Mausklick Fragen zur Person sowie zum psychischen und gesundheitlichen Wohlbefinden zu beantworten. Anschließend folgen Fragen, die sich mit dem Thema Psychotherapie, sexuelle Gewalt und Stigmatisierung beschäftigen.

An der Umfrage können alle interessierten Menschen teilnehmen. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und erfolgt anonym. Sie kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden, ohne dass daraus Nachteile entstehen.

Für die Teilnahme an der Online-Befragung werden 20 Amazon-Gutscheine im Wert von 10 Euro verlost.

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Was Sie über sexuelle Gewalt wissen sollten

Menschen, die sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren oder vergewaltigt wurden, müssen mit körperlichen und seelischen Verletzungen fertig werden. Sexuelle Gewalt wird meistens als tiefgreifender Einschnitt in das Leben erlebt. Nichts ist mehr wie vorher. Die psychischen Folgen sind oft weitreichend.

Betroffene leiden unter Ängsten oder Schlafstörungen, haben Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen. Scheinbar ohne Grund werden sie von heftigen Gefühlen überschwemmt. Ohne dass sie es wollen, kommt es zu Auseinandersetzungen in der Partnerschaft, mit FreundInnen oder Angehörigen.

Häufig fühlen sich die Betroffenen selbst schuldig oder schämen sich für das, was ihnen angetan wurde. Sie möchten das Geschehene schnell vergessen, wollen nicht darüber sprechen. Manche freuen sich über Unterstützung aus dem Freundeskreis oder der Familie; andere wiederum empfinden diese als Einmischung und versuchen lieber alleine zu Recht zu kommen.

Viele Opfer eines sexuellen Missbrauchs leiden darunter, dass sie sich jahrelang niemandem anvertrauen konnten. Häufig wird ihnen nicht geglaubt oder der Übergriff wird bis heute totgeschwiegen, so dass sie allein damit fertig werden müssen.

Trotz eines großen Angebotes in spezialisierten Beratungsstellen gibt es wenig Forschung zur Wirksamkeit dieser Beratung. Hier möchten wir eine Forschungslücke schließen und bitten Sie daher um Ihre Unterstützung.