Unterhaltsvorschuss- und -ausfallgeld können jetzt online beantragt werden

12.05.2021

Neues Angebot in Bremen für den Bund entwickelt / Vorerst nur in Bremen, Hamburg, Neuss und Wuppertal verfügbar

Alleinerziehende in Bremen, die Anspruch auf Unterhaltsvorschuss- oder ausfallleistungen haben, können sich ab sofort den Weg in die Behörde sparen und ihren Antrag komplett online stellen.

Die erforderlichen Dokumente und Nachweise müssen auch nicht per Post verschickt, sondern können hochgeladen werden. Das entsprechende Angebot steht in der Pilotphase derzeit nur in den Städten Bremen, Hamburg, Neuss und Wuppertal zur Verfügung.

Es soll in einem zweiten Schritt auf ganz Deutschland übertragen werden. Unterhaltsvorschuss-online ist der erste Teil eines Bündels von 21 online-Dienstleistungen im Themenfeld „Familie und Kind“, die in Bremen maßgeblich entwickelt werden. Der Bund hat dafür aus dem Programm zur Corona-Folgenbekämpfung 134 Millionen Euro bereitgestellt.

„Familien sollen mehr Zeit für ihre Kinder haben und weniger Zeit mit Anträgen in Behörden verbringen“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. „Das Leben mit Kindern ist mit vielen Umbrüchen und einer ganzen Latte an Herausforderungen verbunden. Da ist jede Erleichterung willkommen.“

Finanzsenator Dietmar Strehl betonte: „Wir wollen, dass Leistungen schneller und einfacher beantragt werden können. Dabei stellen wir konsequent die Sicht der Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt. Behördengänge werden durch die Digitalisierung auf ein Minimum beschränkt.“

Bremen ist für die Konzeption, Steuerung und zu einem großen Teil auch für die Entwicklung der notwendigen technischen Infrastruktur und Online-Dienste im Themenfeld „Familie und Kind“ zuständig und baut dabei auf die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt „Einfach Leistungen für Eltern“ (ELFE) auf, mit dem Eltern bald online eine Geburtsurkunde sowie Kinder- und Elterngeld beantragen können.

Dazu arbeiten die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, der Senator für Inneres und der Senator für Finanzen zusammen.

Bis Ende 2022 sollen in Bremen Anwendungen für weitere vollständig digitale Anträge entwickelt werden, darunter die Anträge auf Eheschließung, Namensfestlegung und Namensänderung, Kita-Anmeldung, Leistungen rund um die Schwangerschaft und auf Pflegekindergeld.

Eingebunden sind dabei auch die Senatorin für Kinder und Bildung, die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz und der Senator für Kultur.

Weitere Informationen zum Hintergrund Digitalisierung und zum Unterhalt

Quelle: Senatspressestelle Bremen, 12.05.2021