Digitales Existenzminimum – wie kommen Armutsbetroffene zu mehr digitaler Teilhabe?

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Online-Fachgespräch

In der digitalisierten Welt werden Menschen ohne geeignete Technikausstattung und Anwenderkompetenz zunehmend ausgegrenzt.

Ob im Beruf oder im sozialen Umfeld, in der Schule, bei der Stellensuche, im Kontakt mit Ärzten, Banken, Schufa, Jobcentern oder anderen Behörden – digitale Fähigkeiten werden heute überall vorausgesetzt.

Gerade Menschen mit Armutserfahrung stehen da oft im Abseits.

Laut Statistik verfügt etwa ein Drittel von ihnen nicht einmal über einen internetfähigen Computer im Haushalt.

Wie ließe sich das Recht auf digitale Teilhabe – im Sinne eines „Digitalen Existenzminimums“ – im neuen Bürgergeld und anderen Bereichen der Grundsicherung verankern?

Wie müssten sich Behörden und Einrichtungen der Daseinsvorsorge aufstellen, um digitale Zugänge zu erleichtern?

Welche Bildungsanstrengungen müssten unternommen werden, um z.B. ältere oder digital weniger affine Menschen stärker am digitalen Leben teilhaben zu lassen?

Die Diakonie Deutschland, das Armutsnetzwerk und der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) laden Sie herzlich ein, über diese und weitere Fragen mit Expert:innen zu diskutieren!


Anmeldung

Wir bitten Interessierte, sich bis zum 16.11.2022 über eveeno online anzumelden.

Sie erhalten die Zugangsdaten zur Konferenz dann wenige Tage vor der Veranstaltung.

Die Teilnahme ist kostenlos. https://eveeno.com/885785591

Ablauf

10: 00 | Begrüßung
Maria Loheide (Vorstand Diakonie), Gudrun Nolte (Vorsitzende KWA) und Jürgen Schneider (Armutsnetzwerk e.V.)

10:15 | Impulse von Expertinnen
Dr. Friederike Mussgnug, Sozialrechtsexpertin, Kommissarische Leitung Zentrum Recht und Wirtschaft, Diakonie Deutschland
Dr. Irene Becker, Volkswirtin, Gutachterin für die Bemessung des soziokulturellen Existenzminimums

11:00 | Kommentar aus Sicht von Menschen mit Armutserfahrung
Jürgen Schneider, Vertreter des Armutsnetzwerk e.V.

11:15 | Diskussion

11:45 | Pause

12:00 | Vorstellung des Positionspapiers „Digitales Existenzminimum“ und Petition “Endgeräte für alle!”
Philip Büttner (KWA/ kda Bayern)

12:15 | Diskussion mit Bundestagsabgeordneten
Tabea Rößner (Bündnis 90/ Die Grünen), Vorsitzende des Ausschusses für Digitales des Deutschen Bundestages
Annika Klose (SPD), Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages

13:00 | Ende der Veranstaltung

Moderation: Michael David (Referatsleiter Soziales, Diakonie Deutschland)

Chat-Moderation: Beate Schulte (KWA/ kda Oldenburg)

Host: Lukas Spahlinger (KWA / ZGV Hessen und Nassau)