FASzinierenD – Pädagogik neu denken bei Menschen mit FAS

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„Täglich grüßt das Murmeltier“.

In Deutschland werden jährlich ca. 12.650 Babys mit Behinderungen aus dem Spektrum des Fetalen Alkoholsyndroms (FASD) geboren. Es ist zudem davon auszugehen, dass viele Menschen mit dem FAS noch nicht diagnostiziert worden sind. Häufig findet die Betreuung nicht in den Ursprungsfamilien statt und Pflegefamilien oder die Jugendhilfe übernehmen. Sowohl die betroffenen Menschen als auch deren Bezugspersonen kommen oft an die eigenen Grenzen. Die Hilflosigkeit und hohe Belastung ist auch auf mangelhafte Information zurück zu führen. Frühzeitige Diagnostik und angepasste Hilfsangebote fehlen häufig.

In diesem Seminar wird aus der stationären Jugendhilfe berichtet und Möglichkeiten eines Unterstützungsablaufs vorgestellt. Durch anschauliche Beispiele werden die ‚typischen‘ Verhaltensweisen der FASD Betroffenen verständlicher. Mit diesen Informationen wird es leichter, angemessene und entlastende Lösungen im Alltag zu schaffen. Das Leben mit und von Menschen mit FASD kann „FASzinierenD“ sein, wenn es gelingt, die Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten. Angemessene Anforderungen können vor Überforderung schützen. Es wird erarbeitet, wie der Blick aller Beteiligten auf die Ressourcen und Lösungen gerichtet werden kann.

Diese Fortbildung wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf den 28.11.2020 verlegt.

Samstag, 28. November 2020, 9.00 – 17.00 Uhr
m|Centrum, Buntentorsteinweg 24/26

Dozent: Ralf Neier, Dipl.-Sozialarbeiter, lösungs-und ressourcenorientierter Therapeut, Vinzenzwerk Handorf e.V., FASD Koordination