Fortbildung zum / zur Demenzbeauftragten

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BeruflicheWeiterbildung

01. März 2023 bis 25. September 2023

In Deutschland lebten Ende des Jahres 2021 knapp 1,8 Mio. Menschen mit Demenz.

Im selben Jahr gab es rund 440.000 Neuerkrankungen, was in etwa 1.200 Neuerkrankungen pro Tag entspricht (Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 2022).

Im Vergleich zu den Vorjahren nimmt die Anzahl von Menschen mit Demenz weiter zu. Schon heute behandeln Krankenhäuser vielfach Menschen mit Demenz.

Dabei ist die demenzielle Erkrankung oft nur eine Nebendiagnose und nicht der Grund für die Einweisung.

Vor dem Hintergrund einer deutlichen Zunahme von älteren und hochaltrigen Patient*innen und dem damit einhergehenden Anstieg derjenigen mit demenziellen Einschränkungen im Akut- und Rehabilitationsbereich sind besondere Anforderungen an das Personal und die organisatorische sowie architektonische Gestaltung von Krankenhäusern gerichtet.

Für Menschen mit demenziellen Einschränkungen lösen die Verlegung und der Aufenthalt in der akutklinischen, geriatrischen oder rehabilitativen Versorgung nahezu immer eine stressverursachende und krisenhafte Lebenssituation aus. Demenzbedingte Einschränkungen und Verhaltensweisen können sich erschwerend auf die pflegerische Versorgung und Durchführung der ärztlichen und therapeutischen Behandlung auswirken.

Krankenhäuser können die Versorgung und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen durch die Sensibilisierung des gesamten Personals sowie demenzsensible Konzepte verbessern.

Ein erster Schritt dazu ist die Einführung von Demenzbeauftragten, die abgestimmte Projekte fördern, gezielte Maßnahmen ergreifen, und somit demenzsensible Strukturen nachhaltig verankern können.

Mit der Neufassung des Niedersächsischen Krankenhausgesetzes (NKHG) sind ab dem 1. Juli 2023 alle Krankenhäuser dazu verpflichtet, mindestens eine*n Demenzbeauftragte*n vorzuhalten.

Die Demenzbeauftragten sollen dazu beitragen die Versorgung in den Krankenhäusern an den Bedarfen der Demenzbetroffenen zu orientieren und diese somit ganzheitlich und demenzsensibel auszurichten und sicherzustellen.

Dafür sollen die Demenzbeauftragten unter anderem Patient*innen und ihre Angehörigen sowie medizinisches und pflegerisches Personal unterstützen und beraten und das Vertrauen untereinander fördern.

Die Fortbildung soll Demenzbeauftragte anleiten und dazu befähigen, ihre Rolle und die damit einhergehenden Aufgaben im Krankenhaus im Sinne einer demenzsensiblen Gesundheitsversorgung zu erfüllen.

Angesprochen sind Ehrenamtliche oderMitarbeitende, die im Rahmen ihrer Tätigkeit eine koordinierende und beratende Aufgabe als Demenzbeauftragte*r wahrnehmen und ausbauen möchten.

Die Fortbildung richtet sich an die unterschiedlichen Funktionsbereiche und Fachdisziplinen in der Gesundheitsversorgung aus Pflegeberufen, Ärzteschaft, Qualitätsmanagement, Sozialdienst oder Überleitungs- und Entlassungsmanagement.

Das Curriculum für die Fortbildung zur/m Demenzbeauftragten im Krankenhaus wurde von der LVG & AFS Niedersachsen evaluiert und von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. veröffentlicht.

In Anlehnung an die nationale Demenzstrategie und die Novellierung des NKHG wurden die Module angepasst und erweitert.


Fortbildung

Die modulare Fortbildung soll die Teilnehmenden qualifizieren

Konzepte zur Verbesserung der Versorgungssituation zu entwickeln und umzusetzen
für andere Mitarbeitende im Krankenhaus eine Basisfortbildung anzubieten und
qualitätssichernde Maßnahmen zu ergreifen

Die Fortbildungsreihe hat einen zeitlichen Umfang von insgesamt 168 Stunden.

Die einzelnen Module finden in Blöcken im Zeitraum von März 2023 bis September 2023 statt.

Die Abschlussveranstaltung erfolgt im Herbst 2023.

Modul 1 Demenz und Delir
Modul 2 (Selbst-) Wahrnehmung
Modul 3 Demenzgerechte Ansätze
Modul 4 Verstehen und Annehmen
Modul 5 Menschen mit demenziellen Einschränkungen im Krankenhaus
Modul 6 Kontakt und Umgang mit demenziell eingeschränkten Patientinnen und Patienten
Modul 7 Zusammenarbeit mit Angehörigen
Modul 8 Hospitation und Praxisreflektion
Modul 9 Zusammenarbeit im interprofessionellen Team

Hospitation

Im Rahmen der Fortbildung sollen die Teilnehmenden eine viertägige Hospitation in einer demenzspezifischen Einrichtung ihrer Wahl absolvieren.

Dabei soll das theoretisch erworbene Wissen in der Praxis vertieft werden.

Mögliche Einrichtungen sind spezielle Abteilungen in Krankenhäusern mit Demenzprojekten, Pflegeeinrichtungen mit demenzspezifischem Gesamtkonzept, ambulante Angebote für Menschen mit Demenz, Beratungsdienste oder Bildungseinrichtungen. Eine Liste mit möglichen Einrichtungen zur Hospitation stellen wir Ihnen unterstützend zur Verfügung.

Der Zeitpunkt der viertägigen Hospitation ist von den Teilnehmenden innerhalb der Fortbildung selbst festzulegen.

Die Fortbildung richtet sich an Personen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit koordinierende und beratende Aufgaben als Demenzbeauftragte*r wahrnehmen und ausbauen möchten.

Das Angebot richtet sich an alle im Krankenhaus Tätigen und darüber hinaus alle Interessierten.

Reflexionstreffen

Nach sechs Monaten werden die Teilnehmenden zu einem Reflexionstreffen eingeladen.

Dieses Treffen soll den Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit einer Netzwerkbildung eröffnen.

Veranstaltungsorte

Analoge Termine: Hannover
Digitale Termine: Via Zoom

Weitere Informationen über diesen >>>LINK<<<

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