Kompetenz und Professionalität: Diskriminierungssensibel beraten

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In unserer Arbeit sind wir mit der Lebenswelt unterschiedlichster Menschen konfrontiert. Ob wir der Vielfalt unserer Klient*innen gerecht werden, ob es uns gelingt, Klient*innen zu stärken, statt Ausgrenzungs- und Abwertungserfahrungen zu reproduzieren, das hängt auch davon ab, welche „Brille“ wir jeweils im Kontakt aufhaben. Glauben wir an Ressourcen, meinen wir es besser zu wissen, akzeptieren wir eigene Wege der Klient*innen, kennen wir unsere eigenen Standpunkte und haben einen reflektierten Umgang damit, erkennen wir Schilderungen von Diskriminierungserfahrungen, wissen wir, wie wir reagieren können?
Als Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind wir aufgefordert, uns selbst nicht diskriminierend zu verhalten und die Beratungsnehmenden z.B. auch hinsichtlich erlebter Diskriminierungen gut zu beraten. Ganz entscheidend hat die Ausgestaltung und Wirkung des Beratungskontakts aber mit uns selbst zu tun.
Wir wollen die bestmöglichsten Angebote für unsere Klient*innen machen. Diskriminierungs-sensibilität innerhalb des eigenen Beratungshandelns ist ein Merkmal von Professionalität. Dieses Seminar bietet die Möglichkeit einer zusätzlichen Qualifizierung im Themenbereich Diskriminierung und Beratung im Kontext Rechtsextremismus. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle zielt auf die Stärkung eines verantwortungsvollen und professionellen Handelns als Fachkraft.Handelns als Fachkraft.
Zielgruppe:
Mitarbeitende der Rechtsextremismusprävention und/ oder Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, die im Themenfeld Rechtsextremismus und Familie interessiert sind, einen Schwerpunkt haben oder Probleme wahrnehmen
Voraussetzungen: Erfahrungen und Arbeitsschwerpunkte in der Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus und Familie
Inhalte des Moduls:
• Einführung in diskriminierungssensible Perspektiven
• Diskriminierung in der Beratung – erkennen und vorbeugen
• Soziale Kategorien und Identitäten zwischen Verfestigung und Auflösung
• Möglichkeit zur Reflexion von eigenen Beratungen
• Arbeiten mit Hypothesen
• Kennenlernen eines Modells zur Analyse von Situationen in der Beratung (TOZ)
• Reflexion mehrdimensionaler Perspektiven in der Beratung: eigene Rolle, Verantwortung, Teamzusammensetzung, Positionierung der Ratsuchenden, Fokus der Beratung
Ziele des Moduls:
• Sensibilität für die Funktionen und Wirkweisen von Diskriminierung
• Kennen und Reflektieren der eigenen Position als Beratende
• Diskriminierungssensible Gestaltung der eigenen Beratung
Referentin:
Dr. Eva Georg
BeratungsNetzwerk Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus/Universität Marburg; Werkstatt für Demokratieförderung e.V.

Teilnahmebeitrag: 350 Euro inkl. Einzelzimmer und Vollverpflegung
Teilnehmendenzahl: 15