Link it – Netzwerk Kinder aus suchtbelasteten Familien

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Ausgangspunkt für unser Modellprojekt ist die prekäre Lage in der sich Kinder aus suchtbelasteten Familien befinden. Durch die Krankheit der Eltern, gelangen die Bedürfnisse der Heranwachsenden häufig in den Hintergrund, was zur Folge hat, dass diese selbst stark in ihrer gesunden Entwicklung gefährdet werden.

Folgen können sein:

  • Körperliche Schädigungen bei pränatalem Konsum bspw. FASD oder NAS
  • Psychische Probleme starke Verunsicherung, Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse, Depressionen …

Zudem spielen in suchtbelasteten Familien oftmals weitere schwierige Lebensumstände eine Rolle. Häufig ist die Sucht begleitet von sozialer Ausgrenzung, einer höheren Rate an Arbeitslosigkeit oder niedrigen sozioökonomischen Bedingungen.

Link it – Netzwerk Kinder aus suchtbelasteten Familien ist ein Projekt der Therapiehilfe Bremen gGmbH und wurde zunächst für ein Jahr von der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz  finanziert. Es ist zunächst modellhaft im Bremer Westen angelegt und soll im weiteren Verlauf auf ganz Bremen ausgeweitet werden.

Ziele | Angebote

Zentrale Ansprechpartner
Link it soll als zentraler Ansprechpartner für Fachkräfte verschiedener Professionen rund um das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien fungieren, diese miteinander in Kontakt bringen und vernetzen, so dass die vorhanden Angebote gezielter zusammenwirken können.

Dadurch soll erreicht werden, dass sich die verschiedenen Akteur_innen gegenseitig in ihrer Arbeit bereichern und unterstützen und somit die Kinder frühzeitig mit effektiver und individuell gestalteter Hilfe versorgen können. Grundlage dieser Arbeit ist die Wahrung des Kindeswohls.

Zudem können wir Ansprechpartner_innen für Einrichtungen und Personen sein, die mit Kindern arbeiten und in Kontakt treten, wie zum Beispiel Mitarbeiter_innen in Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen.

Informationen und Fortbildungen
Hier soll der Blick auf die Kinder aus Suchtfamilien sensibilisiert und  Informationen vermittelt werden. Es werden Fortbildungen zum Themen angeboten, in denen es um Fragen geht wie:

  • Wie erkenne ich ein Kind mit suchtbelasteten Familienhintergrund?
  • Wie gehe ich auf ein Kind zu, wenn ich eine Vermutung habe?
  • Wie gehe ich auf die Eltern zu, wie thematisiere ich das Thema?

Netzwerktreffen
Um die betroffenen Akteur_innen zusammenzubringen, sollen regelmäßige Netzwerktreffen organisiert werden, in denen sich die Kooperationspartner_innen kennenlernen und austauschen können. Für die Besprechung einzelner Fälle, sollen zudem bei Interesse anonyme Fallbesprechungen durchgeführt werden können.

Alle, die Interesse haben mitzuwirken, können dem Netzwerk beitreten.
Als Netzwerkpartner_in werden Sie von uns regelmäßig  mit aktuellen Informationen zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien versorgt und mindestens viermal im Jahr zu den Netzwerktreffen eingeladen, um sich auszutauschen und die Möglichkeit von multiprofessionellen Fallbesprechungen zu nutzen.

Bei Interesse nehmen Sie gerne unverbindlich Kontakt zu uns auf.

Öffentlichkeitsarbeit
Ein weiteres Ziel ist es, die Öffentlichkeit für das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien und Sucht im Allgemeinen zu sensibilisieren. Denn wenn die Gesellschaft die Sucht der Eltern als Krankheit wahrnimmt, erleichtert dies den Weg, Unterstützungsangeboten zu suchen und diese anzunehmen.

Ansprechpartner_innen für Kinder und Gruppenangebote
In einem späteren Verlauf ist es geplant, auch Ansprechpartner für Kinder zu sein, sie über die Hilfsangebote und Möglichkeiten in Bremen zu informieren und Ihnen den Zugang zu den entsprechenden Hilfen zu erleichtern.

Langfristig sind außerdem Gruppenangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien in Planung, in denen sie sich über ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam neue schöne Erlebnisse kreieren können.


Ansprechpartnerinnen:

Ina Kuhn
Dipl.-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin
Telefon: 01573 5733455

Saskia Tarillion
Studentin duales Studium Soziale Arbeit
Telefon: 01573-9134626