Rassismuskritisches Handeln in der Migrationsgesellschaft

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3-modulige Qualifizierung für Fachkräfte, Ehren- und Hauptamtliche aus der pädagogischen Arbeit, der Sozialen Arbeit und der Bildungsarbeit, die sich selbstreflexiv und kritisch mit den aktuellen Herausforderungen der Migrationsgesellschaft und dem eigenen professionellen Handeln darin auseinandersetzen wollen. Zentral sind dabei die Zusammenhänge zwischen Rassismus, Migration und Kolonialismus. Darauf aufbauend ist Raum für Praxisreflexion und die (Weiter-)Entwicklung der eigenen Haltung und Praxis.


Leitidee:

Kolonisierung und Kolonialrassismus werden oft als vergangene, historische Ereignisse betrachtet. Jedoch strukturieren die zugrunde liegenden Ideologien noch immer – oft unbewusst – unser alltägliches Denken & Handeln. Bemerkbar wird dies zum Beispiel in der Problematisierung von „Migration“, in Diskussionen um Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit und den damit einhergehenden Praktiken des Fremdmachens. Wie können wir diejenigen stärken, die ständigem sozialen Ausschluss und struktureller Diskriminierung gegenüberstehen? Wie können wir unsere Praxis als nicht von Diskriminierung betroffene Personen solidarisch gestalten?

In dieser Weiterbildung geht es um Selbsterfahrung und -reflexion, sowie das Erkennen von Machtverhältnissen, Formen von Diskriminierung und die eigenen Verstrickungen darin. Ein Wechsel aus theoretischen Inputs und praktischen Übungen soll Reflexionsprozesse in Bezug auf die Reproduktion von Ausschlüssen und Diskriminierung in der (eigenen) Arbeit und die Entwicklung neuer Handlungsstrategien anstoßen.

Zielgruppe:

Die Zusatzqualifikation richtet sich an Fachkräfte, Ehren- und Hauptamtliche, die sich mit Rassismus und Kolonialverstrickungen im Arbeitsalltag und in der Gesellschaft auseinandersetzen und eine rassismuskritische Haltung und Praxis (weiter-) entwickeln wollen.

Die Fortbildung bietet einen Raum für eine positionierte Auseinandersetzung mit Rassismus. Sie richtet sich an Menschen mit und ohne negative Rassismuserfahrungen. Wir streben eine Seminargruppe an, die sich paritätisch aus Personen of Color sowie weißen Menschen zusammensetzt.


Termine:
Modul 1: 16.7. bis 18.7.2021
Modul 2: 15.10. bis 17.10.2021
Modul 3: 10.12. bis 12.12.2021

Kosten:
600€ für alle Module

Trainer:
Samuel Njiki Njiki
(Jugendbildungsreferent mit den Schwerpunkten Rassismuskritik/ Empowerment, Diversitätsbewusstsein, Antidiskriminierung und Globales Lernen)

Wir sind Trainer*innen mit und ohne Rassismuserfahrungen und auch in Bezug auf andere Zugehörigkeiten unterschiedlich positioniert. Unsere Multiperspektivität bildet eine wichtige Grundlage und Ressource unserer Arbeit.

Unser Hygienekonzept
Abhängig von den aktuell geltenden Coronaverordnungen werden die Veranstaltungen als Präsenzveranstaltungen unter Berücksichtigung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln oder per Videokonferenz durchgeführt