Spagat – Berufsvorbereitung für jugendliche Mütter

Zum Kontakt

Spagat – damit auch mit Kind der Einstieg in Ausbildung gelingt!

Jugendliche Mütter sind bei der Ausbildungssuche durch ihre Mutterschaft sowohl zeitlich als auch räumlich eingeschränkt. Sie haben viel höhere Belastungen im Alltag zu bewältigen als andere Jugendliche ihres Alters und benötigen deshalb eine umfassendere Beratung und Hilfen für eine erfolgreiche Vermittlung in Ausbildung oder in andere Anschlussmaßnahmen. Das Spagatprojekt beinhaltet eine auf diese besondere Lebenssituation abgestimmte Berufsvorbereitung und die passgenaue Vermittlung insbesondere in Teilzeit-Ausbildung.

Spagat ermöglicht den Teilnehmerinnen vor Aufnahme einer Ausbildung die Erprobung der Anforderungen von Erziehungsarbeit und gleichzeitiger Berufsausbildung/Berufstätigkeit unter weitestgehend realistischen Bedingungen. An drei Tagen in der Woche absolvieren sie in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes Praktika, in denen sie ihren Berufswunsch überprüfen und ggf. einen geeigneten Betrieb für eine Anschlussperspektive finden können, an zwei Tagen erhalten sie Berufsschulunterricht.

Lernschwerpunkte sind die Förderung schulischer (Deutsch, Politik und Mathematik) und persönlicher Kompetenzen. Des Weiteren erhalten sie individuelle Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags.

Die Teilnahmedauer ist ein bis eineinhalb Jahre. Qualifizierung und Unterstützung der insgesamt 13 Teilnehmerinnen erfolgt in enger Zusammenarbeit von einer Lehrerin und einer Sozialpädagogin.

Zielsetzung ist …

  • die berufliche (Neu)Orientierung als Mutter
  • die Herstellung einer stabilen Lebenssituation
  • der Einstieg in (Teilzeit-)Ausbildung, Qualifizierung oder Erwerbstätigkeit

Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme am Projekt sind …

  • unter 25 Jahre alt
  • die Beendigung der allgemeinbildenden Schulpflicht
  • der Wunsch, eine (Teilzeit-)Ausbildung zu machen oder berufstätig sein zu wollen
  • die Unterbringung des Kindes in einer Tagesbetreuung

Teilnahmedauer ist …

  • je nach persönlichen Voraussetzungen, in der Regel ein Jahr

Schwerpunkte des Projektes sind…

… die Förderung schulischer Kompetenzen

  • Ermittlung des individuellen Bildungsstandes und der Lerntechnik
  • Vertiefung von Grundwissen insbesondere in den Fächern Deutsch und Mathematik
  • Vermittlung von lebenspraktischem Grundwissen, u.a. Erstellen von Bewerbungsschreiben und Geschäftsbriefen am Computer

… die Förderung berufsrelevanter Fähigkeiten

  • Erprobung und Festigung von Schlüsselqualifikationen wie Verbindlichkeit, Kontinuität und Eigeninitiative
  • Erweiterung der individuellen Handlungskompetenzen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Ausbildung/Arbeit und Mutterschaft
  • Reflexion eigener Kompetenzen und Festlegung von Entwicklungszielen

… die Förderung berufspraktischer Fertigkeiten

  • regelmäßige Teilnahme an Praktika in geeigneten Betrieben
  • Begleitung und Reflexion der Arbeitserfahrungen in Gruppen- und Einzelgesprächen
  • Bewertung der Einzelpraktika durch die Betriebe
  • Eignungsanalyse und Perspektivgespräche mit den Praktikumsbetrieben oder vermittelnden Stellen

… die Stabilisierung des privaten Hintergrunds

  • Unterstützung beim Umgang mit Behörden u.ä.
  • Klärung von finanziellen und sozialrechtlichen Fragen
  • Beratung bei der Sicherstellung einer verlässlichen Kinderbetreuung
  • professionelle Hilfe bei der Bewältigung von Krisensituationen

Zugangsvoraussetzungen

Ein Schulabschluss, der Wunsch sich beruflich zu qualifizieren sowie die Bereitschaft, das Kind in eine Tagesbetreuung zu geben. Und die Teilnahme an einem Aufnahmegespräch mit der Sozialpädagogin. Neben schulpflichtigen Müttern werden auch Mütter bis 25 Jahre aufgenommen, in Einzelfällen auch Schwangere.

Das Spagatprojekt wird in Kooperation mit der Allgemeinen Berufsbildenden Schule (ABS) angeboten.