Demenz und Migration

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Online-Veranstaltung

Menschen mit Migrationshintergrund, die an einer Demenz erkranken, fühlen sich häufig „doppelt fremd“.

Das Ankommen im neuen Land kann beispielsweise durch sprachliche Barrieren, andere kulturelle Verhaltensweisen und dem möglichen Zurücklassen von Familienangehörigen ein Leben lang erschwert sein.

Und auch die beginnende Demenz selbst verunsichert Menschen, wenn sie merken, dass vieles nicht mehr so ist wie früher.

Bei Menschen, die an Demenz erkranken, spielt insbesondere die kulturelle Identität eine wichtige Rolle.

Diese ausleben zu können und als Individuum mit seiner Herkunft ernst genommen zu werden, kann den Menschen Sicherheit und Struktur geben.

Diese Aspekte zu berücksichtigen, ist für Fachkräfte, die nicht aus dem Herkunftsland der Menschen kommen, eine Herausforderung.

Es braucht jedoch insbesondere interkulturelle Ansätze, um diesen Menschen bedarfsgerecht und mit Würde begegnen zu können.

Mit dieser Kooperationsveranstaltung möchten wir für die Themen Demenz und Migration in Niedersachsen sensibilisieren, beispielhafte Ansätze in diesem Bereich in Niedersachsen sichtbar machen und gemeinsam in den Austausch treten.

Herzlich eingeladen sind alle, die sich im Bereich Demenz und Migration engagieren oder für das Thema interessieren.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von den Landesfachstellen Demenz in Niedersachsen:

Caritas Forum Demenz und ambet Kompetenzzentrum Gerontopsychiatrische Beratung sowie Demenz Support Stuttgart gGmbH und der LVG & AFS.


Programm

09:00 Uhr | Ankommen und Anmeldung

09:30 Uhr | Begrüßung
Ansgar Piel, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

09:35 Uhr | Projektvorstellung DeMigranz – Bundesweit und in Niedersachsen
Dr. Anja Rutenkröger, Demenz Support Stuttgart

09:55 Uhr | Einführungsvortrag zu Demenz und Migration: Herausforderungen und Ansätze einer kultursensiblen Versorgung
Sümeyra Öztürk, Demenz Support Stuttgart

10:40 Uhr | Pause

10:50 Uhr | Gute Praxisbeispiele aus Niedersachsen

  • Interkulturelle Begegnungs- und Beratungsstätte für Senioren, Fatma Taspunar, AWO Region Hannover e. V.
  • Demenz und Migration – wie ist die Situation in Braunschweig? Einsatz von interkulturellen Gesundheitslots*innen, Dr. Farahnaz Javanmardi, Interkulturelle Servicestelle für Gesundheitsfragen Braunschweig und Michael Baumgart, Gerontopsychiatrische Beratungsstelle Braunschweig
  • MiMi – Mit Migranten für Migranten, Elena Kromm-Kostjuk, Ethno-Medizinisches Zentrum e. V.
  • Interkulturelles Kompetenztraining, Birte Flörcken, Kultursensible Altenhilfe Kreyenbrück KuSAK

12:00 Uhr | Mittagspause

12:45 Uhr | Parallele Foren

Forum 1 // Interkulturelle Beratung

Zugänge verbessern: Sprache als Brücke
Nazife Sari, Interkulturelle Brückenbauer:innen in der Pflege, Berlin

Demenzberatung im interkulturellen Kontext
Larissa Bogacheva, Beratungs- und Koordinierungsstelle Migration und Pflege, Ludwigshafen

Forum 2 // Interkulturelles Wohnen

Tagespflege und ambulant betreute Wohngemeinschaft
Dr. Dogus Yagbasan, Multi-Kulti Gesundheits- und Pflegedienst international, Hamburg

Praxisbeispiel pro wohnen international e. V. Oberhausen
Nese Özcelik, pro wohnen international e.V.

Forum 3 // Interkulturelle Erinnerungsarbeit

Der interkulturelle Erinnerungskoffer – Anregung zur Biografiearbeit
Zina Boughrara, Hilfe im Alter gGmbH der Inneren Mission München

Interkulturellen Demenzkoffer
Filiz Gülal, Stabsstelle Chancengerechtigkeit Stadt Heilbronn

13:45 Uhr | Fragen und Abschluss

14:00 Uhr | Ende der Veranstaltung


Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldeschluss ist 3 Tage vor Veranstaltungsdatum