Voneinander lernen! Know-how-Transfer zwischen Pat*innen-Netzwerken und -Projekten

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„Voneinander lernen!“ – Unter diesem Motto laden die Freiwilligen-Agentur Bremen, das Netzwerk Bremer Patenschaften und das Bundesprogramm „Aktion zusammen wachsen“ Koordinator*innen von Pat*innenprojekten aus Bremen, Hamburg, Hannover und dem norddeutschen Raum zu einer dreitägigen Fortbildungsreihe ein. Dabei steht einerseits die Frage im Vordergrund, inwiefern Pat*innenprojekte durch Vernetzung und Fachaustausch profitieren können. Zu diesem Zweck werden die Erfahrungen von einem
Hamburger, einem Berliner sowie einem europäischen Pat*innennetzwerk von drei Gastreferent*innen vorgestellt.

Andererseits bieten die drei Module die Gelegenheit durch fachliche Impulse aus der Mentoring-Forschung und -Praxis und der Wirkungsorientierung die eigene Arbeit in kollegialer Atmosphäre zu reflektieren und weiterzuentwickeln.


Modul 1:

Die 6 Schritte einer Patenschaft – von der Gewinnung bis zum Abschied

Termin: 5. Oktober 2020, 16.30 bis 20 Uhr, Freiwilligen-Agentur Bremen

So unterschiedlich Pat*innenprojekte in ihrer Zielsetzung und Zielgruppe sind, so sehr ähneln sie sich in ihrem Aufbau und ihrer Architektur. Im Modul 1 stellt Referentin Annika Jähnke die 6 Schritte einer Patenschaft vor: von der Gewinnung, Auswahl, Vorbereitung, dem Matching, der Begleitung bis hin zur Beendigung der Pat*innenschaft. Zielsetzung der einzelnen Qualitätsbausteine, sowie deren Maßnahmen werden beschrieben und anhand einer Online-Methodenbox aus dem Hamburger Pat*innennetzwerk illustriert. Konkrete Beispiele der praktischen Maßnahmen werden im Plenum aufbauend auf den Erfahrungen der teilnehmenden Koordinator*innen diskutiert.

Netzwerkbeispiel: Mentor.Ring Hamburg e.V. und Landungsbrücken – Patenschaften in Hamburg stärken; Vorstellung der Landungsbrücken-Methodenbox

Referentin: Annika Jähnke (BürgerStiftung Hamburg, Landungsbrücken für Geflüchtete)


Online- Modul 2:

Wirkungsorientierung und Evaluation von Pat*innenprojekten

Termin: 29. Oktober 2020, 17 bis 20 Uhr (per Zoom)

Wie stelle ich sicher, dass mein Pat*innenprojekt die von mir angestrebten Wirkungen entfaltet? Wie lässt sich Wirkung messen und auch gegenüber Geldgeber*innen darlegen?

Anhand einer beispielhaften Wirkungstreppe eines Pat*innenprojekts zeigt Referent Florian Amoruso-Stenzel mit welchen Ressourcen, Leistungen und Maßnahmen Pat*innenprojekte zu ihren angestrebten Zielen sowohl auf der Seite der Teilnehmenden als auch auf gesellschaftlicher Ebene beitragen können. Darüber hinaus werden ein Instrument der Wirkungsmessung aus den USA und erste in Deutschland gewonnene Erfahrungen vorgestellt. Koordinator*innen erhalten so praktische Tools, um die Qualität einer Patenschaftsbeziehung besser einschätzen zu können und davon ausgehend weitere Entwicklungen zu prognostizieren. Es werden Anregungen gegeben, wie Wirkungsmessung in die Praxis der Patenschaftskoordination integriert werden kann, ohne dass diese als Fremdkörper erscheint und zusätzliche Ressourcen erfordert.

Am Beispiel des Netzwerks Berliner Kinderpatenschaften erläutert Florian Amoruso-Stenzel zudem den praktischen Nutzen einer kollektiven Zusammenarbeit verschiedener Pat*innenprojekte hinsichtlich der Qualitätsentwicklung und einer gemeinsamen Lobbyarbeit für eine bessere finanzielle Absicherung von Pat*innenprojekten.

Netzwerkbeispiel: Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V. (KIPA Berlin)

Gastreferent: Florian Stenzel (Kein Abseits e.V. / Kipa Berlin)


Modul 3:

Neues aus der internationalen Mentoring-Forschung

Termin: 3. Dezember 2020, 16.30-20 Uhr, Freiwilligen-Agentur Bremen

Was können wir aus der langjährigen internationalen Mentoring-Forschung lernen? Welche Wirkungen haben Studien herausgefunden, und welche Gelingensbedingungen konnten identifiziert werden? Und was können wir für die eigene Praxis aus Ergebnissen ziehen, die bei Projekten z.B. in den USA, Irland oder Israel gemessen wurden?

Gerade wenn aufgrund knapper Ressourcen und fehlender Vergleichsgruppen keine ausreichende Datenlage für die Wirkungsmessung des eigenen Projekts möglich ist, ist eine Bezugnahme auf valide Studien ein hilfreicher Weg. Praxisnah und einfach fasst Bernd Schüler, Autor des Mentoring-Fachbriefs Telemachos, aufschlussreiche Forschungsergebnisse u.a. des Center of Evidence Based Mentoring oder des European Center for Evidence Based Mentoring zusammen und weckt damit die Lust, über den eigenen lokalen Tellerrand zu schauen.

Netzwerkbeispiel: European Mentoring Summit

Referent: Bernd Schüler (biffy e.V. und Autor u.a. des Mentoring-Fachbriefes Telemachos)


Anmeldung

Bitte melden Sie sich über folgenden Link für die drei kostenlosen Module an: Online-Anmeldung

Modul 1 und 3 finden als hybride Veranstaltungen (zum Teil analog, zum Teil digital) statt, da der Raum nur zwölf Teilnehmende fasst. Modul 2 ist eine reine Online-Veranstaltung (per Zoom). Da die Teilnehmer*innenplätze im Saal begrenzt sind, erhalten die ersten Anmeldungen einen Sitzplatz, alle anderen werden über Zoom zugeschaltet. Sie erhalten dann eine Woche vor Veranstaltung den Zoom-Link und die Information, in welcher Form Sie teilnehmen können.