Wie sieht ein korrektes Gutachten im Familienrecht aus?

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Fachvortrag: S. Ramson

Tagesablauf:

  • ca. 13:00 – ca. 13:30 Uhr – Aktueller Rechts- und Gesetzesreport, Referent: Matthias Westerholt, Fachanwalt für Familienrecht
  • ca. 13:30 – 16:00 Uhr – Fachvortrag – Wie sieht ein korrektes Gutachten im Familienrecht aus?, Referentin: S. Ramson

Welche Fragestellungen innerhalb einer familienpsychologischen Untersuchung können nicht beantwortet werden ? Wie umfangreich soll/muss ein familienpsychologisches Gutachten sein, um die vorgegebene richterliche Fragestellung beantworten zu können – Aspekt der Untersuchungsökonomie und der Kosten der Gutachtenerstellung (z. B. Anzahl der Untersuchungstermine, Dauer eines Termins – Sollte z. B. Kindeseltern ein Hausbesuch mit einer Dauer von vier Stunden und mehr zugemutet werden?

Diskussion zur Problematik der geforderten umfassenden „Wissenschaftlichkeit“ eines familienpsychologischen Gutachtens versus einer praktikablen, an der Praxis orientierten Untersuchungsgestaltung und -auswertung.

Inhalt:

  • Einleitend kurze Vorstellung der gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen für die Beauftragung eines/einer psychologischen Sachverständigen.
  • Darstellung des diagnostischen Entscheidungsprozesses:
    • Kurzes Vorstellen „typischer“ richterlicher Fragestellungen (Umgang, Entzug elterlicher Sorge, Verteilung elterlicher Sorge, Rückkehr in die Herkunftsfamilie nach Fremdplatzierung, Lebensmittelpunkt, Verwandtenpflege etc.)
    • Ableitung der Arbeitshypothesen bzw. Operationalisierung der psychologischen Fragestellungen entsprechend der vorgegebenen richterlichen Fragestellung
    • Erstellung des Untersuchungsplanes
    • Durchführung der psychologischen Untersuchung
    • Darstellung der Ergebnisse
    • Beantworten der vorgegebenen richterlichen Fragestellung einschließlich Ableitung von sachverständigen Empfehlungen
  • Ergänzende Ausführungen zu verschiedenen spezifischen Problemstellungen:
    • „Mischgutachten“: wenn innerhalb einer Kindschaftssache durch das beauftragende Familiengericht nach der „Wahrheit“ (der subjektiven Erlebnisbasiertheit) einzelner Ausführungen z. B. eines zu untersuchenden Kindes im Zusammenhang mit infrage stehenden Misshandlungs- und Missbrauchsvorwürfen gefragt wird – also Elemente aus der familien- und der aussagepsychologischen Methodik parallel zum Einsatz kommen.

Referentin:

Dipl.-Psych. S. Ramson,  Fachpsychologin für Rechtspsychologie BDP/DGPs, Master of Criminology and Police Science (M.A.).

 

Informationen:

Zielgruppe: RicherInnen, AnwaltInnen, VerfahrensbeistandInnen, Fachkräfte aus Familienzentren und Beratungsstellen, Pädagogen, Mitarbeitende des Jugendamtes, Sachverständige für psychologische Gutachten im Familienrecht und andere Interessierte aus benachbarten Berufsgruppen.

Fortbildungspunkte: Fachanwälte können Fortbildungspunkte sammeln.

Teilnahmebeitrag: 85,00 Euro zzgl. MwSt.

Ermäßigung: möglich. Bitte sprechen Sie uns an. Zudem können Gruppenpreise & Mehrfachbuchung berücksichtigt werden.