Die Wahrnehmung des Kinderschutzes als gesamtgesellschaftliche und staatliche Aufgabe stand im Mittelpunkt der 2. Bremer Kinderschutzkonferenz. Im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft kamen rund 150 Fach- und Leitungskräfte aus der Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertreter freier Träger, der Justiz, Polizei, des Gesundheitswesens und der Wissenschaft und Fachpolitikerinnen und -politiker zusammen.
Strukturen geraten an ihre Grenzen
Ziel der Konferenz war der fachliche Austausch sowie die Weiterentwicklung und Stärkung bestehender Kooperationen. „Kinderschutz ist eine gemeinsame Verantwortung. Deshalb ist es für mich ein starkes Signal, dass zur 2. Kinderschutzkonferenz so viele Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen“, sagte Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration. Gerade im Kontext häuslicher Gewalt und Vernachlässigung gerieten bestehende Strukturen immer wieder an ihre Grenzen und Kinder und Jugendliche, die Gewalt miterleben oder Vernachlässigung erfahren, würden sich häufig zwischen den Systemen bewegen.
Verantwortung übernehmen – besonders dort, wo es komplex wird
Um dies zu verbessern, sei die Konferenz ein wichtiger Ausgangspunkt, betonte die Senatorin. „Kinderschutz bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, gerade auch dort, wo es komplex wird. Wir werden die Erkenntnisse aus Praxis, Wissenschaft und den beteiligten Systemen zusammenführen und systematisch auswerten.“ Auf der Grundlage der Diskussionsergebnisse sollen perspektivisch landesweite Handlungsempfehlungen und weitere fachliche Schritte entwickelt werden.
Quelle: „Kinderschutz ist eine gemeinsame Verantwortung“ – Pressestelle des Senats, 17.04.2026
