Wie verändert die Digitalisierung die professionelle Praxis der Sozialen Arbeit? Mit dieser Frage beschäftigt sich das bundesweite Forschungsprojekt DIGITASA. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Einschätzungen von Fach- und Führungskräften aus unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit. Ein Fachtag am 6. November in Bremen fragt konkret, wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Soziale Arbeit verändern und welche Anforderungen sich daraus für Fach- und Leitungskräfte in sozialen Einrichtungen ergeben.

Digitalisierung aus der Perspektive der Praxis: Das Forschungsprojekt DIGITASA entstand vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie. Die Kontaktbeschränkungen in den Jahren 2020 und 2021 führten dazu, dass digitale Technologien und Arbeitsformen in vielen Bereichen der Sozialen Arbeit verstärkt eingesetzt wurden. DIGITASA untersucht, wie sich diese Entwicklungen auf Arbeitsprozesse, Organisationen und professionelles Handeln auswirken.

Seit 2021 wurden drei bundesweite Befragungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt:

  • 2021: Veränderungen der Praxis Sozialer Arbeit durch digitale Technologien und Erfahrungen von Studierenden, Ehrenamtlichen, Fach- und Führungskräften.
  • 2023: Organisatorische Veränderungen, Implementierung digitaler Angebote sowie Auswirkungen auf Fachlichkeit und Professionalität.
  • 2025: Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Sozialen Arbeit sowie damit verbundene fachliche und ethische Fragestellungen.

Erkenntnisse für Fachkräfte und Organisationen

DIGITASA verfolgt das Ziel, Erfahrungen aus der beruflichen Praxis systematisch zu erfassen und in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Weiterentwicklung von Digitalisierungsstrategien beitragen und den Wissenstransfer zwischen Forschung, Ausbildung und Praxis unterstützen.

Für Fachkräfte, Leitungspersonen und Träger der Sozialen Arbeit bieten die Befragungen Anknüpfungspunkte, um digitale Transformationsprozesse, professionelle Anforderungen und den Einsatz von KI im eigenen Arbeitsfeld zu reflektieren.

Fachtag DIGITASA in Bremen – bereits ausgebucht

Ergänzend zu den bundesweiten Befragungen bietet DIGITASA am 6. November 2026 einen Fachtag in Bremen an, der den fachlichen Austausch über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit aufgreift. Die Veranstaltung „Digitalisierung und künstliche Intelligenz aus Sicht von Sozialarbeitenden – Chancen, Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten“ findet im Haus der Wissenschaft statt und bietet Gelegenheit, wissenschaftliche Erkenntnisse und Perspektiven aus der Praxis miteinander zu verbinden.

Der Fachtag ist bereits ausgebucht. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich. Weitere Informationen zur Veranstaltung stehen auf der DIGITASA-Website zur Verfügung.

Die Ergebnisse der bisherigen Befragungen sind online zugänglich. Weitere Informationen und Ergebnisse der bundesweiten Befragungen: www.digitasa.de/ergebnisse