Familienbildung lebt von guter Zusammenarbeit. Genau hier setzt das familiennetz bremen an: Als Fachstelle verbindet es Familien, Fachkräfte, Träger, Verwaltung und Politik und trägt dazu bei, dass Unterstützungsangebote in Bremen sichtbar, erreichbar und miteinander vernetzt werden. Der jetzt veröffentlichte Jahresbericht 2025 zeigt, wie diese Arbeit im vergangenen Jahr gelungen ist – und welche Themen die Familienbildung künftig prägen werden.
Fachstelle für Orientierung und Vernetzung
Im Jahr 2025 beantwortete das familiennetz bremen knapp 1900 Beratungsanfragen. Bemerkenswert: 55 Prozent aller Anfragen kamen von Fachkräften und Multiplikator:innen. Sie suchten Informationen zu Angeboten, Kooperationsmöglichkeiten oder Unterstützung bei der Begleitung von Familien. Damit bestätigt sich erneut die Rolle des familiennetz bremen als zentrale Anlaufstelle für die Familienbildung in der Stadt Bremen.
Die Themen spiegeln die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wider: fehlende Betreuungsangebote, Trennung und Umgang, psychische Belastungen, finanzielle Krisen oder Wohnraummangel. Das familiennetz bremen bündelt diese Erfahrungen und bringt sie in fachliche Diskussionen und die Weiterentwicklung der Unterstützungslandschaft ein.
Das Fachportal wächst mit
Auch digital entwickelt sich das Angebot konsequent weiter. Das Familienportal verzeichnete 2025 knapp 260.000 Besucher und mehr als 510.000 Seitenaufrufe. Gleichzeitig entstand eine grundlegend überarbeitete Website, die im Frühjahr 2026 veröffentlicht wurde.
Für Fachkräfte besonders relevant: Das neue Fachportal wurde deutlich ausgebaut. Es bietet künftig einen eigenständigen Zugang zu Fachbeiträgen, Fortbildungen, Förderprogrammen, Netzwerken, Materialien und aktuellen Entwicklungen der Familienbildung. Verbesserte Suchfunktionen, mehr Barrierefreiheit, mehrsprachige Inhalte sowie neue digitale Werkzeuge sollen den Arbeitsalltag erleichtern und den Zugang zu Informationen vereinfachen.
Netzwerk Familienbildung stärkt Kooperation
Familien können nur dann gut unterstützt werden, wenn die unterschiedlichen Systeme eng zusammenarbeiten. Deshalb organisiert das familiennetz bremen in enger Zusammenarbeit mit dem Referat 21 (Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration) zweimal jährlich das stadtweite Netzwerk Familienbildung. 2025 beschäftigten sich die Teilnehmer:innen unter anderem mit der Frage, wie Kooperationen weiterentwickelt und Familienbildung und Gesundheitsförderung stärker miteinander verzahnt werden können. Durchschnittlich rund 50 Fachkräfte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern nutzten die Treffen für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Impulse.
Gemeinsam Familien im Blick behalten
Als Fach- und Schnittstelle verfügt das familiennetz bremen über einen breiten Blick auf die Lebenslagen von Familien in Bremen. Durch den kontinuierlichen Austausch mit Bürger, Einrichtungen, Verwaltung und Politik werden Bedarfe frühzeitig sichtbar – ebenso wie Versorgungslücken oder neue Herausforderungen.
Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung des Fachportals, der Beratungsangebote und der Netzwerkarbeit ein. Ziel bleibt es, Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, Kooperationen zu stärken und gemeinsam dazu beizutragen, dass Familien in Bremen schnell die passende Hilfe finden.
Den vollständigen Jahresbericht 2025 mit allen Zahlen, Projekten und Entwicklungen kannst du hier lesen: Sachbericht 2025
