Die Stiftung ProAlter will mit der bundesweiten Ausschreibung eines Engagementpreises 80plus Menschen würdigen, die sich im hohen Alter bürgerschaftlich engagieren, deren öffentliche Anerkennung stärken und zur Nachahmung anregen. Noch bis 11. September können Vorschläge eingereicht werden.

Der Engagementpreis 80 plus 2026 ist eine Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement im hohen Alter, die von der Stiftung ProAlter für Selbstbestimmung und Lebensqualität in Kooperation mit der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, vergeben wird. Gefördert wird der Engagementpreis vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Wozu ein Engagementpreis 80plus?

In der öffentlichen Wahrnehmung spielt das bürgerschaftliche Engagement über 80-jähriger Personen noch eine untergeordnete Rolle. Ihnen werden eher eine verminderte Leistungsfähigkeit, gesundheitliche Probleme und/oder eine eingeschränkte Mobilität zugeschrieben. Diese, in vielen Fällen nichtzutreffenden Zuschreibungen führen häufig dazu, dass jüngere Altersgruppen, aber auch manche Hochaltrigen selbst, wenig Zutrauen in die Fähigkeiten und Fertigkeiten über 80-Jähriger haben.

Die Stiftung ProAlter will mit der bundesweiten Ausschreibung eines Engagementpreises 80plus Menschen würdigen, die sich im hohen Alter bürgerschaftlich engagieren, deren öffentliche Anerkennung stärken und zur Nachahmung anregen. Bürgerschaftliches Engagement ist keine Frage des Alters!

Wer kann für den Engagementpreis 80plus vorgeschlagen werden?

Für den Engagementpreis 80plus können Personen vorgeschlagen werden, die in diesem Jahr das 80. Lebensjahr erreichen oder bereits älter sind und ehrenamtlich aktiv sind. Eine Nominierung von kooperativ tätigen Personengruppen, die überwiegend die Altersvoraussetzungen erfüllen, ist möglich. Eigenbewerbungen sind als Ausnahmen zugelassen.

Die ehrenamtlichen Aktivitäten sollten sich auf die Bereiche Soziales, Bildung, Demokratieförderung, Sport, Natur- und Umweltschutz, Tierschutz etc. beziehen. Aktivitäten, z.B. in entsprechenden Bürgerinitiativen oder in der politischen Interessenvertretung, können einbezogen werden. Die ehrenamtlichen Aktivitäten können altersspezifisch oder generationenübergreifend ausgerichtet sein. Beispielhafte Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlichen Alters, aber auch Menschen in besonderen Lebenslagen wie z.B. Erwerbslose, Geflüchtete oder psychisch Kranke.

Wie können Sie einen Vorschlag für den Engagementpreis 80 plus einreichen?

Vorschläge für den Engagementpreis 80 plus sind grundsätzlich digital einzureichen. Schicken Sie eine Mail an ausschreibung.80plus@kda.de. Sie erhalten dann per Mail einen Link zu einem Formular zur Einreichung Ihres Vorschlags. Erwartet wird eine aussagekräftige Beschreibung des jeweiligen persönlichen Engagements der von Ihnen vorgeschlagenen Person in einem Umfang von maximal 5.000 Zeichen. Sie können zusätzlich 2 PDF-Dokumente zur Erläuterung des Engagements an ausschreibun.g.80plus@kda.de senden.

Ausnahmsweise können Sie einen Vorschlag im Umfang von maximal 5000 Zeichen auch einfach per Mail an ausschreibung.80plus@kda.de schicken und 2 PDF-Dokumente zur Erläuterung des Engagements mitschicken: Onboarding Form. Bei Rückfragen können Sie eine Mail an ausschreibung.80plus@kda.de schicken oder das Team unter 0178 4053 00 1 anrufen.

Einsendeschluss ist der 11. September 2026. Es gilt das Datum des Mail-Eingangs.

Beispiele bürgerschaftlichen Engagements (Auswahl):

  • Unterstützung von Menschen in Krisensituationen
  • Besuchs- und Begleitdienste im häuslichen Bereich, im Heim oder im Krankenhaus
  • Durchführung von Kursen in Sport- oder sonstigen Vereinen
  • Nachbarschaftshilfe
  • Nachhilfe für Schüler und Schülerinnen sowie Lesepatenschaften
  • Hilfen für Jugendliche beim Berufseinstieg und bei der Berufsausbildung
  • Hilfen zum Aufbau sozialer Kontakte für ältere Menschen
  • Beratung zur Barrierefreiheit und Sicherheit in Wohnung und Wohnumfeld
  • Organisation von kultureller Teilhabe und sonstigen Freizeitaktivitäten
  • Hilfen zur Nutzung digitaler Kommunikation
  • Hilfen für Migrantinnen und Migranten
  • Hilfen zur Religionsausübung

Voraussetzungen für die Art des Engagements

  • Das Engagement ist nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet.
  • Es erfolgt, abgesehen von Aufwandsentschädigungen, unentgeltlich.
  • Es enthält einen positiven Effekt für Dritte, d.h. es muss gemeinwohlorientiert sein.
  • Es wird öffentlich wahrgenommen bzw. findet im öffentlichen Raum statt.

Nach welchen Kriterien entscheidet die Jury?

  • Nachbarschaftliche, lokale, regionale und/oder überregionale Ausstrahlung des
    Engagements
  • Vorbildwirkung für andere ältere Menschen
  • Gesellschaftliche Bedeutung des Engagementbereichs
  • Wirkung im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts
  • Dauer des Engagements

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury. Sie besteht aus Personen, die selbst Erfahrungen mit dem bürgerschaftlichen Engagement haben und aus Fachleuten, die sich aus der Perspektive von Wissenschaft und Praxis mit dem Thema „Alter(n)“ befassen. Ausgelobt werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, um die Vielfalt des Engagements in der Altersgruppe 80 plus hervorzuheben. Die Preise werden von der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements gestiftet.

Die Preisverleihung erfolgt öffentlich am 7. Dezember 2026 in Köln durch Vertreterinnen und Vertreter der Stiftung ProAlter und der Dr. Jürgen Rembold Stiftung für bürgerschaftliches Engagement.