Traumasensibel begleiten – Kinder verstehen, Sicherheit geben, Entwicklung ermöglichen.
Kinder im Elementarbereich können durch stark belastende Lebensereignisse, familiäre Krisen, Vernachlässigung, Flucht- und Migrationserfahrungen, Gewalt oder andere traumatische Erlebnisse in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Pädagogische Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, Verhaltensweisen zu verstehen, Kinder mit traumatischen Erfahrungen angemessen zu begleiten und stabile, sichere Beziehungen zu gestalten. Eine traumasensible Haltung trägt dazu bei, Teilhabe, Entwicklung und Wohlbefinden aller Kinder zu fördern. In der Fortbildung befassen wir uns mit Grundlagen der Traumapädagogik, bauen ein gemeinsames Verständnis für Ursachen, Folgen und Erscheinungsformen auf und erarbeiten Interventionsmöglichkeiten und -grenzen. Dies geschieht, wie immer im PBW, in enger Theorie-Praxis-Verzahnung, indem konkrete Fälle analysiert und besprochen werden und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden.
Voraussetzungen für die Teilnahme:
Sie können an der Fortbildung teilnehmen…
- wenn Sie als pädagogische Fachkraft in Kita, Krippe oder Kindertagespflege mit Kindern von 0 bis 6 Jahren arbeiten.
Sie haben die Möglichkeit, diese Fortbildung als Bildungszeit zu buchen. Die Fortbildung wird nach dem Bremischen Bildungszeitgesetz vom 18. Dezember 1974 (Brem.GBI S. 348 – in der jeweils geltenden Fassung) anerkannt. Um in Bremen Bildungszeit zu nehmen, können Sie folgendermaßen vorgehen:
- Sie beantragen bei Ihrem/Ihrer Arbeitgeber*in Bildungszeit für diese Fortbildung.
- Auf unserem Anmeldebogen wählen Sie aus, dass Sie diese Fortbildung als Bildungszeit buchen und bei Ihrem/Ihrer Arbeitgeberin beantragt haben. Sie erhalten von uns eine Anmeldebestätigung mit der ausgewiesenen Bildungszeit zur Vorlage bei Ihrem/Ihrer Arbeitgeberin.
- Ihre Arbeitgeberin genehmigt Ihnen die Bildungszeit.
- Nach Ende der Bildungsveranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung, die Sie Ihrem/Ihrer Arbeitgeber*in zum Nachweis vorlegen.
Falls Sie Nachfragen haben, sprechen Sie uns gerne an!
Inhalte:
An den ersten beiden Tagen der Fortbildung wenden wir uns folgenden Themen zu:
- Was ist ein Trauma?
- Was passiert im Gehirn?
- Traumapädagogische Grundhaltung
- Bindungstraumatisierung
- Trauma durch Flucht und Migration
- Generationenübergreifende Weitergabe von Trauma
- Traumafolgen bei Kindern
- Dissoziationen und Flashbacks erkennen
- Handlungsmöglichkeiten
- Die Kita als sicherer Ort
Mit zeitlichem Abstand trifft sich die Fortbildungsgruppe zum dritten Seminartag wieder, reflektiert zwischenzeitlich erprobte Interventionen und analysiert weitere konkrete Situationen und Fälle aus der Praxis.
- Kollegiale Beratung/Fallbearbeitung
- Wo sind meine Grenzen?
- Traumadynamiken im Team
- Self-Care