Kampagne macht auf „Hilfen im Netz“ aufmerksam
08.08.2025
Viele Kinder und Jugendliche haben ein Elternteil, das psychisch erkrankt oder suchtkrank ist. Eine bundesweite Plakatkampagne macht auf das Unterstützungs- und Beratungsangebot von „Hilfen im Netz“ aufmerksam – auch n der Stadt Bremen.
Erkrankungen der Eltern haben Folgen
In Deutschland sind rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche im Verlauf eines Jahres mit einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung eines Elternteils konfrontiert. Das hat Folgen für die psychische Gesundheit und Bildung vieler dieser Kinder. Viele von ihnen leiden sogar ihr Leben lang unter den Folgen.
Plakatkampagne macht auf Angebote für Kinder und Jugendliche aufmerksam
Mit der jetzt gestarteten bundesweiten Plakatkampagne des Projekts „Hilfen im Netz“ werden betroffene Kinder und Jugendliche auf das Angebot einer kostenlosen und anonymen Beratung und Unterstützung aufmerksam gemacht.
Mentale Gesundheit junge Menschen stärken
Mareike Lotte Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium: „Das Projekt ‚Hilfen im Netz‘ stellt durch seinen uneingeschränkten und niedrigschwelligen Zugang zum Hilfesystem eine wichtige Unterstützung für betroffene Kinder und Jugendliche bereit. Uns geht es darum, die mentale Gesundheit der jungen Menschen langfristig zu stärken.“
Staatssekräterin Wulf ergänzt: „Damit Ratsuchende die passende Unterstützung erhalten und das Projekt wirksam werden kann, müssen aber zuallererst die Zugangswege bekannt sein. Die Kampagne trägt somit maßgeblich zur Aufklärung in der Gesellschaft bei.“
Betroffenen Unterstützung und Beratung anbieten
„Hilfen im Netz“ bietet Kindern und Jugendlichen aus sucht- und psychisch belasteten Familien eine kostenlose und anonyme Telefon- und Onlineberatung an. Auch deren Angehörige und Fachkräfte können diese nutzen. Auf der Website hilfenimnetz.de gibt es zudem eine digitale Landkarte mit bundesweiten Hilfeangeboten.
Regionale Angebote über PLZ-Suche
Über eine Postleitzahlsuche können analoge Hilfeangebote vor Ort gefunden werden. Das Projekt wird von NACOA Deutschland e.V. und KidKit (Drogenhilfe Köln) durchgeführt. Das Bundesfamilienministerium fördert sowohl das gesamte Projekt als auch die aktuelle Kampagne.
Lina Larissa Strahl ist Projektbotschafterin
Der Schauspielerin und Sängerin Lina Larissa Strahl nutzt als Botschafterin von „Hilfen im Netz“ ihre Social-Media-Kanäle, um auf die Angebote des Projekts hinzuweisen. Auch die Plakat-Kampagne wird sie mitbewerben.
„Gerade junge Menschen brauchen Anlaufstellen, die leicht zugänglich und vertrauenswürdig sind, wenn sie sich in einer emotionalen und psychischen Notlage befinden – genau dafür steht ‚Hilfen im Netz‘. Ich freue mich, dass ich Botschafterin dieser tollen Initiative bin.“
Ermutigen, nach Hilfe zu fragen
„Mich dafür einsetzen zu können, dass Kinder und Jugendliche aus psychisch und suchtbelasteten Familien die Hilfe bekommen, die sie dringend benötigen, liegt mir sehr am Herzen“, sagt Lina Larissa Strahl. „Ich möchte stets dazu ermutigen, sich jemandem anzuvertrauen und nach Hilfe zu fragen, denn oft verspüren Betroffene eine große Erleichterung und fühlen sich weniger allein, sobald sie es geschafft haben, den ersten Schritt zu machen.“
Der Außenwerber Wall unterstützt das Projekt als Medienpartner bundesweit mit insgesamt 4000 Flächen für City Light Poster, die kostenlos über einen Zeitraum von acht Wochen zur Verfügung gestellt werden.
Wall unterstützt Plakatkampagne
Patrick Möller, Geschäftsführer von Wall: „Wir als Außenwerber freuen uns, die Plakatkampagne für die Online-Plattform hilfenimnetz.de mit unseren Werbeflächen unterstützen zu können. Betroffene und deren Angehörige können so schnell und in großer Zahl erreicht werden.“
„Sie haben den ersten Kontakt mit der Online-Plattform über die Plakate und wissen so, wo sie an zuverlässige Informationen kommen können. Wir hoffen auch, dass mehr Menschen dafür sensibilisiert werden, dass hilfenimnetz.de erste Anlaufstelle für echte Hilfe ist“, ergänzt Möller.
Die Partner der „Hilfen im Netz“
KidKit (Drogenhilfe Köln) ist ein seit dem Jahr 2003 bestehendes digitales Informations-, Beratungs- und Hilfeangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 21 Jahren, die in Familien mit Suchterkrankungen, (sexualisierter) Gewalt und psychischen Erkrankungen aufwachsen.
NACOA Deutschland e. V. ist die 2004 gegründete deutsche Interessenvertretung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (ehemalige Kinder), die von der Alkohol- oder Drogenabhängigkeit oder auch durch nicht-stoffliche Süchte ihrer Eltern belastet sind.
Wall ist der Berliner Außenwerber und Stadtmöblierer mit analogen und digitalen Werbeflächen sowie Transportmedien in mehr als 20 deutschen Großstädten.
Weitere Informationen auf der Website hilfenimnetz.de
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Familienportal, Pressemeldung, 16.07.2025