Zahl der Schüler:innen im Sek-I-Bereich steigt auf Spitzenwert an
26.02.2026
IQHB liefert neue Vorausberechnung bis zum Jahr 2024
Die neue Vorausberechnung des Instituts für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB) bis 2034 macht deutliche Veränderungen sichtbar: Künftig wird es weniger Kinder im Primarbereich geben, dafür mehr Schülerinnen und Schüler in Sekundarbereich I und II.
Die Zahlen zeigen: Bremen muss kurzfristig Kapazitäten schaffen und flexibel planen, damit Engpässe in den Schulen vermieden werden können. Die Prognose ist zugleich die Grundlage für die Schulentwicklungsplanung in Bremen.
„Schüler:innenzahlen in Bremen werden sich bis 2034 massiv verschieben“
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles: „Die Schüler:innenzahlen in Bremen werden sich bis 2034 massiv verschieben. Die Ausgangslage ist deshalb angespannt und fordert uns heraus. Die Prognose macht klar: Ohne zügige, flexible Maßnahmen drohen in den kommenden Jahren Engpässe. Jetzt sind gezielte Investitionen und schnelle Entscheidungen gefragt. Wir haben einen klaren Fahrplan: Mit Anmietungen, Modulbauten und zügigen Bestandserweiterungen schaffen wir kurzfristig Entlastung. Mittelfristig müssen wir dauerhafte Kapazitäten aufbauen. So sichern wir jedem Kind in Bremen einen Schulplatz.“
Kernaussagen der Prognose
Die Kernaussagen der Prognose bis 2034 (basierend auf der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Landesamts vom September 2025):
- Primarbereich: Rückgang um 3.484 mögliche Schülerinnen und Schüler (-16 Prozent) von 21.807 (2025) auf 18.323 (2034). Grund: verstärkter Geburtenrückgang seit 2022.
- Sekundarbereich I: Anstieg von 27.824 (2025) um 2.661 mögliche Schülerinnen und Schüler (+9,6 Prozent) bis 2034, der Spitzenwert liegt 2031 bei 32.010 möglichen Schülerinnen und Schülern (+15,1 Prozent gegenüber 2025). Die Entwicklung setzt sich aus dem Primarbereich fort.
- Sekundarbereich II: Anstieg um 780 mögliche Schülerinnen und Schüler (+12,9 Prozent) von 6.046 (2025) auf 6.826 (2034).
Regionale Unterschiede bestehen in allen Bereichen und erfordern ortsteilbezogene Lösungen.
Bildungssenator Rackles sieht zwei kritische Zeitfenster
Der Senator für Kinder und Bildung sieht zwei kritische Zeitfenster: Bis 2028 bleibt der Rückgang im Primarbereich zunächst klein, während die Zahlen im Sek I Bereich kontinuierlich steigen. Von 2028 bis 2031 verschärft sich die Lage: Der Primarbereich fällt aufgrund des Geburtenrückgangs deutlich ab (minus rund 2.185), gleichzeitig steigt die Zahl der Sek I Schülerinnen und Schüler stark an.
„Die Ergebnisse verlangen eine ganzheitliche Betrachtung. Wir müssen den Ganztagsanspruch der Eltern einbeziehen, Fragen der Inklusion, den Sanierungsbedarf und nicht zuletzt die Lehrkräfte und Personalversorgung. Wir brauchen regional differenzierte Konzepte, um Überkapazitäten zu vermeiden und Spitzen abzufangen“, kommentiert Bildungssenator Rackles.
Laufende Projekte und dringende Bedarfe werden überprüft
Als nächsten Schritt überprüft das Kinder und Bildungsressort systematisch alle laufenden Projekte und dringenden Bedarfe anhand der neuen Vorausberechnung. Darauf aufbauend wird die Schulentwicklungsplanung (SEP) mit ortsteilbezogenen IQHB Daten erarbeitet.
Ein Zwischenbericht ist für das Frühjahr vorgesehen. Anschließend startet ein Beteiligungsverfahren mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren. Nach der politischen Beschlussfassung kann die SEP voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
Quelle: Senatspressestelle der Freien Hansestadt Bremen, Der Senator für Kinder und Bildung, Pressemitteilung, 24.02.2026