Blaumeier Atelier

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Begabung statt Behinderung

Das Blaumeier-Atelier ist ein inklusives Kunstprojekt, das seit 1986 besteht.

Wöchentlich treffen sich hier über 250 Menschen mit und ohne Beeinträchtigung oder Psychiatrieerfahrung in den Bereichen Theater, Maskenbau- und spiel, Musik, Malerei, Fotografie und Literatur. Das Ziel der Arbeit in den kontinuierlich angebotenen Kursen ist die öffentliche Präsentation der Ergebnisse aus den künstlerischen Projekten in Form von Aufführungen, Konzerten, Ausstellungen und Lesungen.

Im Blaumeier-Atelier steht der einzelne Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten und seinem jeweiligen Bedarf  im Zentrum. Alle KursteilnehmerInnen bringen sich aktiv in die künstlerische Arbeit ein. Die Mitarbeiter*innen des Blaumeier-Ateliers gehen individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ein, unterstützen und fördern die Teilnehmenden in ihrem künstlerischen Handeln.So  ermöglichen sie die Entdeckung neuer Fähigkeiten und Kompetenzen.

Die Frage, ob Künstler*innen oder Schauspieler*innen beeinträchtigt oder psychiatrieerfahren sind, stellt sich in der künstlerischen Arbeit im Blaumeier-Atelier nicht. Menschen werden nicht defizitär, sondern mit ihren Möglichkeiten wahrgenommen. Die Atmosphäre in den Kursen ist vom Respekt vor der Besonderheit des Einzelnen geprägt.

Obwohl der inklusive Ansatz des Blaumeier-Ateliers die Basis für die künstlerische Arbeit darstellt, wird dieser bei Aufführungen, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen nicht thematisiert: In der Kunst spielt die physische oder psychische Situation des*der Kunstschaffenden keine Rolle.