Baby-Bedenkzeit

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Ein Kooperationsprojekt von Kriz e. V. und dem Amt für Soziale Dienste Bremen (AfSD)

Das Präventionsprojekt Baby-Bedenkzeit bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, Elternschaft auf Probe zu erleben – für vier Tage und drei Nächte mit einem lebensechten Baby-Simulator. Es handelt sich um lebensecht gestaltete Puppen, die gefüttert, gewickelt und beruhigt werden wollen, die schreien, husten und aufstoßen können. Ein interner Computerchip zeichnet auf, ob das Baby gut versorgt oder vernachlässigt, grob behandelt oder gar misshandelt wird. So erfahren die jungen Menschen, was es heißt, rund um die Uhr für ein Baby verantwortlich zu sein.

Wieso eine Baby-Bedenkzeit?
Ziel ist es, Teenager-Schwangerschaften zu vermeiden als auch Kindesmisshandlung vorzubeugen. Es gibt durchaus junge Menschen, die sich ein Kind wünschen – oft mit der Hoffnung auf emotionale Zuwendung. Durch die simulierte Elternschaft im Rahmen der Baby-Bedenkzeit erhalten sie die Chance, darüber zu reflektieren, was sich in ihrem bisherigen Leben verändern könnte, wenn sie Eltern werden. Das Projekt ist ein Angebot für 13- bis 18-jährige Jugendliche in Bremer Schulen, Jugendhilfe- und Freizeiteinrichtungen.

Je nach Alter der Interessierten werden neben der Simulation Themen wie Freundschaft, Liebe, Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft, Geburt, Familienplanung, Schütteltrauma oder Auswirkungen von Drogen und Alkohol gemeinsam in einem vertrauten Setting erarbeitet.

Auch für Schwangere und junge Eltern
Auf Anfrage des Amts für Soziale Dienste gibt es zudem die Möglichkeit einer individuellen Begleitung von Schwangeren und Eltern in besonderen Lebenslagen – unter anderem mit dem Baby-Simulator. Ziel ist es, die Verantwortlichkeit und Erziehungskompetenz besser einschätzen zu können. So können bei Bedarf frühzeitig oder sogar präventiv passende Unterstützungsangebote etabliert werden.

Finanzierung
Das Projekt Baby-Bedenkzeit Bremen wird über Fachleistungsstunden abgerechnet. Von 2003 bis Ende 2006 wurde es von der Aktion Mensch gefördert. Seit 2007 finanziert die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales das präventive Angebot.